Jobbörsen nutzen und neue Anstellung finden: Tipps und Tricks für Arbeitssuchende

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Wer schon einmal auf Jobsuche war, der weiß sicherlich, dass es gar nicht so einfach ist, eine passende Anstellung zu finden. Heutzutage sind insbesondere online zahlreiche Möglichkeiten verfügbar, offene Stellen zu finden und mit potenziellen neuen Arbeitgebern in Kontakt zu treten.

Internet-Jobbörsen bieten sowohl Arbeitssuchenden als auch Arbeitgebern viele Optionen, aber was sollten Jobsuchende bei der Nutzung entsprechender Online-Plattformen beachten, um die Suche wirklich effektiv zu gestalten?

Manchmal braucht es etwas Geduld um den richtigen Job zu finden ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Manchmal braucht es etwas Geduld um den richtigen Job zu finden ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Mehrere Jobbörsen nutzen und die eigenen Chancen erhöhen

Für Arbeitssuchende aus nahezu allen Berufsbereichen gilt: Je mehr Online-Plattformen für die Jobsuche genutzt werden, umso höher fallen die Chancen aus, eine geeignete Anstellung zu finden. Auch wenn Jobbörsen bei Unternehmen und Einrichtungen ebenso wie bei Jobsuchenden sehr beliebt sind, bilden sie doch jeweils nur einen kleinen Teil des kompletten Stellenmarktes ab.

Darüber hinaus unterscheiden sich die einzelnen Plattformen teils sehr deutlich hinsichtlich ihres Angebots: während manche Börsen etwa einen Schwerpunkt auf IT-Fachkräfte, Altenpfleger oder freiberufliche Mitarbeiter legen, bieten andere ein sehr allgemeines Angebot an Inseraten an.

Ähnlich sieht es auch bezüglich der Inserenten aus. Einige Plattformen werden bevorzugt von Zeitarbeitsfirmen genutzt; andere dagegen von Konzernen. Wer wirklich effektiv auf Jobsuche im Internet gehen will, sollte aus diesem Grund nicht nur einen genauen Blick auf das individuelle Angebot werfen, sondern auch unbedingt mehrere Börsen nutzen. Experten raten dazu, sich auf mindestens fünf Plattformen regelmäßig umzusehen und dort Profile einzurichten.

Dazu gehören idealerweise Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten, so zum Beispiel eine regionale, eine überregionale und eine branchenspezifische Börse. Auch sehr allgemeine Plattformen wie zum Beispiel die Jobbörse der Arbeitsagentur können durchaus einen Blick wert sein.

Es gibt einiges zu beachten, damit die Suche ein Erfolg wird ( Foto: Shutterstock-Antonio Guillem )

Es gibt einiges zu beachten, damit die Suche ein Erfolg wird ( Foto: Shutterstock-Antonio Guillem )

Konkrete Jobsuche anhand von Keywords und Filtern vornehmen

Um online eine neue Anstellung zu finden, genügt es nicht, einfach nur „auf gut Glück“ die offenen Stellen zu durchforsten. Besonders bei beliebten großen Jobbörsen finden sich Tausende von Anzeigen, die natürlich nicht immer den eigenen Qualifikationen und Profilen entsprechen. Aus diesem Grund ist es bei allen gängigen Online-Stellenbörsen möglich, die Suche mithilfe einer Filterfunktion einzugrenzen.

So können Nutzer beispielsweise konkret nach dem Wohnort der Branche, dem Stundenumfang oder spezifischen Anforderungen suchen und so unpassende Angebote direkt ausschließen. Auch bestimmte Stichworte, sogenannte Keywords, können eine konkrete Suche erleichtern und dafür sorgen, dass ausschließlich fachlich und regional passende Treffer angezeigt werden. Wer nicht direkt weiß, welche Keywords für die individuelle Jobsuche geeignet sind, kann sich online darüber informieren und natürlich auch bei anderen Arbeitssuchenden oder bei einem Personalvermittler Hilfe suchen.

Jeder Jobsuchende sollte sich im Vorfeld Gedanken machen, welchen Job er eigentlich sucht. ( Foto: Shutterstock-Antonio Guillem )

Jeder Jobsuchende sollte sich im Vorfeld Gedanken machen, welchen Job er eigentlich sucht. ( Foto: Shutterstock-Antonio Guillem )

Ein eigenes Profil erstellen und so spezifisch wie möglich sein

Viele Jobbörsen bieten Arbeitgebern sowie Jobsuchenden die Möglichkeit, ein eigenes Nutzerprofil zu erstellen. Dieses enthält alle relevanten Angaben zur Person beziehungsweise dem Unternehmen und kann ebenfalls über eine entsprechende Suchfunktion von potenziellen neuen Arbeitgebern oder Mitarbeitern gefunden werden.

Hier ist es ebenfalls erforderlich, möglichst konkret zu sein und die individuellen Vorstellungen, Qualifikationen und Soft Skills direkt zu kommunizieren, noch bevor persönlicher Kontakt aufgenommen wird. Bei Veränderungen sollte das Profil unbedingt regelmäßig updatet werden. Ein professionelles Bewerbungsfoto kann übrigens ausschlaggebend für die Kontaktaufnahme von potenziellen Arbeitgebern sein.

Sieben Tipps für die erfolgreiche Suche in Jobbörsen

Wichtig ist nicht nur, überhaupt einen Job zu finden, sondern auch, dass es die passende Stelle ist. Wer aber zufrieden mit dem Job sein möchte, muss zuvor einige Strategien bei der Jobsuche anwenden. Nur dann kann es mit der Karriere beim neuen Arbeitgeber klappen!

Hier die sieben wichtigsten Tipps, mit denen der passende Job gefunden werden kann:

  1. Sich selbst als Marke sehen

    Jeder Bewerber sollte sich gegenüber einem potenziellen Arbeitgeber als Marke präsentieren bzw. sich selbst als solche sehen. Dafür müssen die eigenen Markenzeichen definiert werden: Was bin ich und was kann ich? Welche besonderen Fähigkeiten und Interessen bringe ich mit? Immerhin geht es nicht nur darum, sich als wertvolle Arbeitskraft mit dem idealen Lebenslauf zu verkaufen, sondern es soll der ganze Mensch eingestellt werden. Mit allen Ecken und Kanten! Wer eine eigene Internetseite hat, sollte hier die persönliche Suchanzeige schalten, auf der das Personal Branding dargestellt wird.

  2. Bei der Suche nach dem richtigen Titel recherchieren

    Der erlernte Beruf bzw. das absolvierte Studium ging mit einem Titel einher. So kann ein Bewerber ein Bürokaufmann, eine Bewerberin einen Bachelor in Informatik haben. Wenn Arbeitgeber eine Stellenanzeige schalten, setzen sie aber selten die Berufsbezeichnung in den Titel. Hier wird nicht nach einer Einzelhandelskauffrau gesucht, sondern nach einer „Mitarbeiterin Sales“. Der Informatiker ist der „Key Account Manager“ und der gesuchte Texter ist ein „Content Manager“. Die Trefferquote bei der Suche nach dem richtigen Job erhöht sich immens, wenn nach den modernen Bezeichnungen gesucht wird, in denen Karriere zu machen ist!

  3. Passende Arbeitgeber suchen

    Die Suche nach einer passenden Stelle, die folgerichtig im Lebenslauf auftauchen müsste, ist verständlich. Doch es kann auch sinnvoll sein, passende Arbeitgeber zu suchen. Dafür muss allerdings ein Bewerber wissen, in welchem Unternehmen er oder sie gern arbeiten würde. Nun können die Stellenanzeigen der Firma durchforstet werden. Eventuell kommt auch eine Blindbewerbung in Betracht? Alternativ kann ein Stellensuchender auch selbst eine Stellenanzeige schalten, in der nach einem Job in Firma XY gesucht wird. Diese Stellenanzeige wird dann an genau diese Firma übermittelt. Solche kreativen Suchen werden häufig mit Erfolg und somit mit einer Stelle belohnt.

    Nicht irgendeine Arbeitsstelle soll es sein, sondern die die sich der Jobsuchende wünscht. (Foto: Shutterstock- fizkes)

    Nicht irgendeine Arbeitsstelle soll es sein, sondern die die sich der Jobsuchende wünscht. (Foto: Shutterstock- fizkes)

  4. Alternative Bewerbungswege finden

    Wer seine Karriere verfolgt, sollte nicht nur auf die klassischen Bewerbungswege setzen und maximal noch eine E-Mail-Bewerbung abschicken. Es ist meist sinnvoller, gezielt nach alternativen Bewerbungsstrategien zu suchen und neue Wege zu finden, über die mit den Arbeitgebern Kontakt aufgenommen werden kann. Vielleicht bietet sich bei einem Besuch einer Job- und Karrieremesse die Gelegenheit, mit dem Personaler des gewünschten Unternehmens Kontakt aufzunehmen? Eine passende Stelle muss nicht über die gewohnte Stellenanzeige im Internet gefunden werden, auch Gespräche mit Freunden und (ehemaligen) Kollegen können zum Erfolg führen.

  5. Stellensuche zum Projekt erklären

    Bei einem Projekt engagieren sich die meisten Verantwortlichen sehr stark und versuchen, dieses bestmöglich abzuschließen. Warum dieses Engagement nicht auf die Jobsuche übertragen? Wer Karriere machen und eine passende Stelle finden will, muss auch dieses Vorhaben zum Projekt erklären. Dazu sind bestmögliche und aussagekräftige Präsentationen nötig, die hier in Form von Anschreiben und Lebenslauf vorliegen müssen. Täglich werden feste Aufgaben definiert (z. B. Stellensuche auf einer bestimmten Jobbörse, Suche an Schwarzen Brettern der öffentlichen Einrichtungen etc.). Diese Aufgaben müssen ggf. geschoben werden, weil andere Dinge dazwischengekommen sind. Macht aber nichts, jeder ist schließlich selbst der Projektleiter und kann schalten und walten, wie er oder sie will.

  6. Eigene Branche überwachen

    Die eigene Branche sollte genauestens unter die Lupe genommen werden. Wo werden neue Stellenanzeigen geschalten? In welchen Unternehmen gab es Veränderungen? Hierbei nicht nur die Firmenseiten berücksichtigen, sondern auch die Einträge in sozialen Netzwerken bedenken. Potenzielle neue Mitarbeiter werden auch auf Messen gefunden – also unbedingt einen Termin buchen und relevante Messen besuchen. Wichtig ist, dass der Lebenslauf bei der Bewerbung zu der Stelle des Unternehmens, welches in die engere Wahl kam, passt – vor allem bei einer Blindbewerbung!

  7. Lebenslauf optimieren

    Jeder kann Suchanzeigen schalten. Wenn aber der eigene Lebenslauf nicht der passende ist, wird es nichts mit der neuen Stelle! Daher muss dieser sowohl auf das jeweilige Unternehmen, an das die Bewerbung gerichtet ist, angepasst als auch von Zeit zu Zeit überarbeitet werden. Bei langen Berufsverläufen sollten sich Bewerber auf die jüngsten und relevantesten Ereignisse konzentrieren. Der gesamte Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten lang sein, besser jedoch nur eine. Außerdem dürfen natürlich keine Rechtschreib- und Grammatikfehler vorkommen. Besser noch mal gegenlesen lassen!

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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