Top-Verdiener bei der WM 2018: So viel verdienen die Trainer der Teams

Zur Überraschung aller ist es tatsächlich unser WM-Trainer Jogi Löw, der am meisten verdient und mit seinem Gehalt von rund 3,8 Mio. Euro im Jahr alle anderen Trainer hinter sich lässt.

WM-Trainer als Spitzenverdiener?

Das gängige Vorurteil lautet, dass die 32 Trainer der Fußballmannschaften der WM 2018 traumhafte Gehälter bekommen. Verglichen mit einem normalen Angestellten mögen auch die untersten Gehälter der Trainer, die noch nicht einmal eine halbe Million Euro bekommen, wirklich gut sein. Doch innerhalb der Sportbranche sind Gehälter, die die magische Millionen-Grenze nicht überschreiten, kaum der Rede wert.

Dabei sind es die Trainer, die dafür sorgen, dass die Mannschaft Erfolg hat! Sie bereiten das Team vor, verlangen ihm im Training sportliche Höchstleistungen ab, motivieren, treiben an und treffen Entscheidungen, die zum Glück führen sollen. Verständlich, wenn viele Sportfans fordern, dass der Trainer ein ebenso hohes Gehalt verdient hätte wie der Spieler selbst. Zumindest in der deutschen Mannschaft ist das kein Problem, denn unser Jogi Löw kann mit seinem Gehalt von 3,8 Millionen Euro im Jahr wirklich zufrieden sein.

Er leistet Schwerstarbeit, um das Team auf die WM vorzubereiten und um es dort zum Erfolg zu führen. Was die Spieler allerdings daraus machen, steht auf einem anderen Blatt. Sie können in jedem Fall auf einen erfahrenen Trainer bauen, der es schon einmal geschafft hat, eine Mannschaft bis zum Titel zu führen: Erfahrung und Ansehen sind ihm damit sicher, ebenso die gute Position bei Vertrags- und Gehaltsverhandlungen.

Das gängige Vorurteil lautet, dass die 32 Trainer der Fußballmannschaften der WM 2018 traumhafte Gehälter bekommen. (#01)

Das gängige Vorurteil lautet, dass die 32 Trainer der Fußballmannschaften der WM 2018 traumhafte Gehälter bekommen. (#01)

Mit den untersten Rängen ist hier keinesfalls die Erfahrung oder das Fachwissen gemeint, es geht um die Rangliste der Jahresgehälter. Die wird von Aliou Cissé angeführt, dem Trainer des senegalesischen Teams. ER verdient nur 198.000 Euro im Jahr und rangiert somit auf Platz 32 der gesamten Trainerliste. Dabei war Cissé von 1994 bis 2009 selbst Spielerprofi, spielte für französische und englische Clubs. Sein Gehalt ist für die obersten 16 Ränge nahezu lachhaft.

Wie auf www.bonus.net zu erfahren ist, folgt dann Adam Nawalka, der Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Er verdient 268.000 Euro im Jahr und ist damit auf der Liste Vorletzter. Der Trainer Mladen Krstajic, der mit der serbischen Mannschaft um den Titel kämpft, bekommt 298.000 Euro jährlich.

Bei einigen Trainern überrascht es wirklich, dass sie so weit hinten liegen, denn die zugehörigen Mannschaften, die sie trainieren, gehören zu den Spitzenkandidaten auf den WM-Titel. Das gilt beispielsweise für Roberto Martinez, der die belgische Mannschaft trainiert und als Premier-League Coach langjährig tätig ist. Auch die Kroaten zeigen sich knauserig und zahlen ihrem Trainer Zlatko Dalic nicht zwingend das Gehalt, was hierzulande als ein Traumgehalt gelten könnte.

Auf den vorderen Rängen, ungefähr ab Platz 16, überschreiten die Gehälter die Grenze von einer Million und nähern sich damit immer noch nicht an den Spitzenplatz von Trainer Löw an. (#02)

Auf den vorderen Rängen, ungefähr ab Platz 16, überschreiten die Gehälter die Grenze von einer Million und nähern sich damit immer noch nicht an den Spitzenplatz von Trainer Löw an. (#02)

Die Plätze 10 bis 6 der Gehaltsliste

Auf den vorderen Rängen, ungefähr ab Platz 16, überschreiten die Gehälter die Grenze von einer Million und nähern sich damit immer noch nicht an den Spitzenplatz von Trainer Löw an. Doch ab hier sind hohe Gehälter üblich, auch wenn die zum Trainer gehörende Mannschaft eher als Geheimtipp zählt. So beispielsweise auf Platz 10, der durch Oscar Tabárez besetzt wird. Er ist mittlerweile 71 Jahre alt und könnte beinahe als Urgestein des Fußballs bezeichnet werden. Uruguay zählt als Geheimtipp und es bleibt abzuwarten, ob die Spieler den hohen Erwartungen ihres mit 1,7 Millionen Euro im Jahr doch recht gut bezahlten Trainers gerecht werden können.

100.000 Euro mehr verdient Jorge Sampaoli, der Trainer von Argentiniens Nationalmannschaft. Die Frage ist, ob er das Geld wirklich verdient, denn die Fußballwelt geht von einer einfachen Taktik aus: Die Mannschaft stellt sich vor das eigene Tor, während Messi damit beschäftigt ist, den Ball in das gegnerische Tor zu versenken. Ein einfaches Spiel, das keine großartigen Trainerkünste verlangt! Leider ist es nicht ganz so einfach und so braucht es den gut bezahlten Trainer Sampaoli, der die einen oder anderen Schachzüge für das Spiel festlegt und auch die übrigen Spieler neben Messi mit einbezieht.

Platz 7 und 8 belegen Carlos Queiroz und Gareth Southgate. Beide verdienen rund 1,9 Millionen Euro im Jahr und sollten die englische (Southgate) sowie die iranische (Queiroz) Mannschaft zum Sieg führen.

Der sechste Platz geht an Fernando Santos, den Trainer der WM-Mannschaft von Portugal. Mit seinen 2,2 Millionen Euro im Jahr verdient er schon recht gut, wobei er mit seinen 63 Jahren auch ein gehöriges Maß an Erfahrung mitbringen kann.

Russland ist als Land bekannt, das sich gern über den Sport profiliert. Kein Wunder also, dass erfolgreichen Sportlern gern hohe Summen gezahlt werden, damit sie sich weiterhin anstrengen. So dachte man es sich auch bei der Aushandlung des Gehalts von Trainer Stanislav Cherchesov, der jährlich mit 2,5 Millionen Euro nach Hause gehen kann. (#03)

Russland ist als Land bekannt, das sich gern über den Sport profiliert. Kein Wunder also, dass erfolgreichen Sportlern gern hohe Summen gezahlt werden, damit sie sich weiterhin anstrengen. So dachte man es sich auch bei der Aushandlung des Gehalts von Trainer Stanislav Cherchesov, der jährlich mit 2,5 Millionen Euro nach Hause gehen kann. (#03)

Die Plätze 5 bis 1 der WM-Trainergehaltsliste

Russland ist als Land bekannt, das sich gern über den Sport profiliert. Kein Wunder also, dass erfolgreichen Sportlern gern hohe Summen gezahlt werden, damit sie sich weiterhin anstrengen. So dachte man es sich auch bei der Aushandlung des Gehalts von Trainer Stanislav Cherchesov, der jährlich mit 2,5 Millionen Euro nach Hause gehen kann. Ob das hilft, damit es bei der WM klappt?

Julen Lopetegui ist der Trainer des spanischen Nationalteams. Er bekommt für seine Arbeit mit den Spielern das fürstliche Gehalt von 2,9 Millionen Euro und sieht in jedem anderen Platz als dem ersten eine Enttäuschung. Allerdings dürfte das den übrigen Trainern ebenso ergehen!

Die Plätze drei und zwei sind austauschbar, denn sie werden zum einen von Tite (Brasilien) und zum anderen von Didier Deschamps (Frankreich) besetzt. Beide verdienen etwa 3,6 Millionen Euro im Jahr und schaffen es damit unter die Top 3, die mehr als drei Millionen pro Jahr bekommen.

Den ersten Platz belegt, wie schon vorab genannt, der Trainer der deutschen Nationalmannschaft mit seinen 3,8 Millionen Euro Gehalt. Er bekommt das meiste Geld, allerdings ist bis jetzt noch nicht klar, ob sich dieser Platz auch in den WM-Titel umwandeln lässt.

Die Plätze drei und zwei sind austauschbar, denn sie werden zum einen von Tite (Brasilien) und zum anderen von Didier Deschamps (Frankreich) besetzt. (#04)

Die Plätze drei und zwei sind austauschbar, denn sie werden zum einen von Tite (Brasilien) und zum anderen von Didier Deschamps (Frankreich) besetzt. (#04)

Übersicht über die Gehälter der WM-Trainer

Damit die übrigen Trainer nicht leer ausgehen und in diesem Beitrag nicht genannt werden, bieten wir nachfolgend eine Übersicht zu den Gehältern der WM-Trainer:

Platz Name des Trainers Team Gehalt
1 Joachim Löw Deutschland 3,8 Mio. €
2 Tite Brasilien 3,6 Mio. €
3 Didier Deschamps Frankreich 3,6 Mio. €
4 Julen Lopetegui Spanien 2,9 Mio. €
5 Stanislav Chercesov Russland 2,5 Mio. €
6 Fernando Santos Portugal 2,2 Mio. €
7 Carlos Queiroz Iran 1,9 Mio. €
8 Gareth Southgate England 1,9 Mio. €
9 Jorge Sampaoli Argentinien 1,8 Mio. €
10 Oscar Tabarez Uruguay 1,7 Mio. €
11 Héctor Cúper Ägypten 1,5 Mio. €
12 José Pékerman Kolumbien 1,5 Mio. €
13 Juan Antonio Pizzi Saudi Arabien 1,4 Mio. €
14 Bert van Marwijk Australien 1,2 Mio. €
15 Ricardo Gareca Peru 1,1 Mio. €
16 Juan Carlos Osorio Mexiko 1,0 Mio. €
17 Age Hareide Dänemark 925.000 €
18 Akira Nishino Japan 925.000 €
19 Roberto Martinez Belgien 925.000 €
20 Vladimir Petkovic Schweiz 845.000 €
21 Hervé Renard Marokko 777.000 €
22 Heimir Hallgrimsson Island 697.000 €
23 Zlatko Dalic Kroatien 546.000 €
24 Gernot Rohr Nigeria 498.000 €
25 Janne Andersson Schweden 447.000 €
26 Shin Tae-yong Südkorea 447.000 €
27 Hernán Darío Gómez Panama 398.000 €
28 Nabil Maaloul Tunesien 348.000 €
29 Oscar Ramirez Costa Rica 348.000 €
30 Mladen Krstajic Serbien 298.000 €
31 Adam Nawalka Polen 268.000 €
32 Aliou Cissé Senegal 198.000 €

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: _SPF  -#01: di Bronzino  -#02: _Tomasz Bidermann -#03: Alizada Studios  -#04: Alizada Studios

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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