XING-Profil optimieren: 11 wirklich gute Tipps

Wer auf der Suche nach einer neuen Stelle ist, sollte sein XING-Profil optimieren. Die Erfolgschancen steigen, je aufschlussreicher das Profil gestaltet ist. Genau wie ein aussagekräftiges und sympathisches Facebook- und Instagram-Profil ins Auge der Besucher sticht und dadurch neue Freunde oder Follower hinzukommen, sollte auch das XING-Profil die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Aber auch für sich genommen, ist das XING-Profil wichtig. Bei einer Bewerbung schauen Recruiter im Netz nach weiteren Informationen. Hier durchleuchten sie unter anderem das Verhalten im Web. Wer ein XING-Profil angelegt hat und auf Jobsuche ist sollte es daher gut pflegen und regelmäßig auf den neusten Stand bringen.

Tipp 1: XING-Profil optimieren durch sympathisches Foto

Der erste Eindruck entsteht durch das Foto. Bevor Recruiter sich die Mühe machen, das gesamte Profil durchzusehen werden sie sich die Aussage des Profilfotos auf sich wirken lassen. Hierbei gelten dieselben Regeln wie für das Bewerbungsfoto. Es muss professionell geschossen worden sein mit einer sympathischen, aber professionellen Aussage.

Tabus sind:

  • Fotos in schlechter Qualität
  • Urlaubsfotos
  • Biometrische Fotos

Das Profilbild darf schwarz-weiß sein. Allerdings ist das eher Geschmackssache. Am besten sind Fotos im Halbprofil, wobei die Person nach rechts schauen sollte. Das Bild wird auf XING oben links platziert. So schaut man nicht aus seinem Profil hinaus. Häufig hilft es auch, Freunde zu fragen, welches der Fotos sie am sympathischsten finden.

Wichtig ist auch, dass der Hintergrund möglichst neutral ist. Wem ein weißer Hintergrund zu schlicht ist, kann warme Farben nutzen. Starke Muster oder eine Landschaft im Hintergrund lenken zu sehr von der gezeigten Person ab und lassen das Profil eher unruhig erscheinen.

Zusammengefasst…

  • Foto in professioneller Qualität
  • Ruhiger, einfarbiger Hintergrund
  • Gesicht im Halbportrait, nach rechts schauend
Kein schlechtes Bewerbungsfoto aber Optimierung lohnt sich auf alle Fälle. ( Foto: Shutterstock-Leandro M Henrich_)

Kein schlechtes Bewerbungsfoto aber Optimierung lohnt sich auf alle Fälle. ( Foto: Shutterstock-Leandro M Henrich_)

Nach der Optimierung tritt der Bewerber ganz anders in Erscheinung ( Foto: Shutterstock- Leandro M Henrich)

Nach der Optimierung tritt der Bewerber ganz anders in Erscheinung ( Foto: Shutterstock- Leandro M Henrich)

Tipp 2: Wer darf was sehen?

Um das XING-Profil zu optimieren ist eine genaue Einstellung der Sichtbarkeit persönlicher Daten wichtig.

Manche Informationen müssen nicht im Profil zu sehen sein. Andere sind sehr sinnvoll, wenn Recruiter diese sehe können.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Informationen offen sichtbar sind, desto schlechter stehen die Chancen, dass Recruiter auf das Profil aufmerksam werden.

In den Einstellungen kann auch die eigne Sichtbarkeit für bestimmte Personen eingestellt werden. Die geschäftlichen Daten sind wichtig. Viele nutzen XING als eine Art Adressbuch. Ob dazu auch die eigene Mobilnummer veröffentlicht werden soll, muss jeder für sich entscheiden. Besser ist es, diese nur für die eigenen Kontakte freizugeben.

Diese Angaben sollten für alle sichtbar sein:

  • Geburtsdatum
  • Wohnort
  • Lebenslauf
  • Aktuelle Arbeitsstelle
  • Qualifikationen

Zusammengefasst…

  • Je mehr Informationen, desto besser
  • Geschäftliche Daten sind wichtig
  • Privates kann privat bleiben
  • Sichtbarkeit kann auch für bestimmte Personen zugelassen werden

Tipp 3: XING-Profil optimieren mit eigener Visitenkarte

Recht neu ist das Hinterlegen einer Visitenkarte. Das funktioniert ähnlich wie das Titelbild bei Facebook. Hier kann man eine schöne Verbindung zwischen Profilfoto und Visitenkarte herstellen. Auf der Visitenkarte ist reichlich Platz. So kann hier ein Spruch oder ein Claim zum Unternehmen untergebracht werden. Jobsuchende können mit einem schönen Bild ihre Branche visualisieren. Hier sollte allerdings immer auf Bildrechte geachtet werden.

Beispiele für Jobsuchende:

  • Tischler: Holztisch in der Bearbeitung
  • IT: Schmuckbilder zu Hard- oder Software
  • Texter: Gestapelte Zeitungen

Das Bild für die Visitenkarte sollte eine Größe von 1290 x 624 Pixel haben. Andernfalls kann es passieren, dass das Bild abgeschnitten wird und möglicherweise einzelne Worte verschwinden. Das erzeugt einen eher unprofessionellen Eindruck. Beim Abspeichern des Bildes zeigt XING den Zuschnitt, der am Ende im Profil angezeigt wird. Mit einem Klick auf die Visitenkarte kann das Bild später vergrößert werden.

Zusammengefasst…

  • Visitenkarte als optische Erweiterung des Profilbildes
  • Jobsuchende können Branche visualisieren
  • Größe des Bildes sollte 1290 x 624 Pixel betragen

Screenshot vom Zuschneiden einer Visitenkarte

Tipp: 4: Kurzbeschreibung optimieren

Unterschätzt, aber sehr wichtig: Die Kurzbeschreibung unter dem Namen. Dort sollten Stichwörter zum Werdegang und der aktuellen Arbeitsstelle stehen. Recruiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern schauen sich nicht jedes relevante Profil bis ins Detail an. Der Eindruck, der Profilbild und Visitenkarte hinterlässt ist der erste Anhaltspunkt.

Ist die Kurzbeschreibung nicht vollständig oder uninteressant ausgefüllt, sind die meisten Recruiter an diesem Punkt schon weg.  Daher sollte man sich genau überlegen, was an dieser Stelle im Profil stehen sollte.

Zusammengefasst…

  • Kurzbeschreibung ist wichtig für Recruiter
  • Stichwörter zu Werdegang und aktueller Arbeitsstelle
  • Kurzbeschreibung sollte Interesse wecken

Tipp 5: Aktueller und informativer Lebenslauf

Wie auch bei einer Bewerbung benötigt man einen ausführlichen Lebenslauf, um das XING-Profil zu optimieren. In den Profildetails können die beruflichen Stationen beschrieben werden.  Je detaillierter die Angaben zum Lebenslauf sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das Interesse der Recruiter zu wecken.

Hier sollten Angaben zur Größe des Unternehmens gemacht werden und die Aufgabe, die man dort hatte, so genau wie möglich Beschrieben werden. Eine Webseite zu dem Unternehmen hilft dabei, Recruitern einen Eindruck über das Unternehmen zu geben.

Grundsätzlich muss allerdings nicht jeder Arbeitgeber genannt werden. Liegt eine Station schon sehr lange zurück, ist sie für viele Recruiter nicht mehr interessant. Auch Mini-Jobs, die beispielsweise neben dem Studium gemacht wurden, sind nicht unbedingt relevant. Praktika im Bereich der aktuellen Tätigkeit oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) sollten dagegen schon angegeben werden. Das FSJ zeigt ein soziales Interesse und eine Kompetenz im Umgang mit Menschen.

Viele Angaben im Lebenslauf können zudem zusammengefasst werden. Das vermeidet eine Lücke, ohne dabei zu viele nicht-relevante Informationen weiterzugeben.

Um die einzelnen Arbeitgeber anzulegen, gibt es im Profil auf der rechten Seite das Bleistift-Symbol. Hiermit können die Angaben ausgefüllt, beziehungsweise bearbeitet werden. Dort können alle Angaben gemacht werden. Im Feld „Beschreibung der Tätigkeit“ können viele Informationen gegeben werden. Wichtig ist hier, viele Schlüsselwörter aus dem Arbeitsbereich unterzubringen. Diese sorgen dafür, dass man schneller von Recruitern gefunden wird.

Zusammengefasst…

  • Lebenslauf sollte immer aktualisiert werden
  • Je detaillierter, desto besser
  • Jobs, die lange zurückliegen, können weggelassen werden
  • Irrelevante Angaben sollten zusammengefasst werden
  • Lücken vermeiden
Viele Kriterien gibt es zu beachten wenn es um den optimalen Lebenslauf geht (Foto: Shutterstock- Bambang Dewanto )

Viele Kriterien gibt es zu beachten wenn es um den optimalen Lebenslauf geht (Foto: Shutterstock- Bambang Dewanto )

Tipp 6: XING-Profil optimieren mit der Rubrik „Ich suche…“

Viele XING-Profile haben eine eher langweilige Beschreibung in der Rubrik „Ich suche…“. Dabei lassen sich hier die Motivation gut darstellen. Dass diese Rubrik eher monoton ausgefüllt wird und von Floskeln übersäht ist, kann Vorteile haben: Wer das XING-Profil optimiert hat, der sticht hier aus der Menge heraus.

Auch in dieser Rubrik sind Schlüsselwörter wichtig. Diese sollten allerdings immer sinnvoll gesetzt werden. Mit zukunftsorientierten Schlüsselwörtern kann man auch ausdrücken, dass man offen für eine neue Stelle ist und sich im eigenen Arbeitsumfeld weiterentwickeln möchte.

Zusammengefasst…

  • Motivation darstellen
  • Floskeln vermeiden
  • Auf Schlüsselwörter achten

Tipp 7: XING-Profil optimieren mit der Rubrik „Ich biete…“

Die Rubrik „Ich biete…“ ist besonders wichtig. Hier kann man von sich überzeugen und die eigenen Qualifikationen hervorheben. Hier kann alles angegeben werden, womit man bei Recruitern punkten kann. Dabei sollten die Angaben zum hinterlegten Lebenslauf passen und nicht zu abgehoben sein. Denn zu viel Eigenlob bewirkt das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen will.

Besser ist es sachlich, aber professionell die Stärken und Erfahrungen wiederzugeben. Besondere Kenntnisse, die in dem jeweiligen Bereich eher selten sind, machen sich hier gut. Denn so hebt man sich aus der Masse hervor. Besonders, wenn man in ein jüngeres Unternehmen einsteigen möchte, kann man hier auch ein wenig Humor einsetzen. Allerdings im richtigen Maße.

Zusammengefasst…

  • Angaben müssen zum Lebenslauf passen
  • Eigenlob vermeiden
  • Sachlich und professionell bleiben

Tipp 8: Eigene Kontakte

XING ist nicht nur ein Tool für die Jobsuche, sondern auch zum Netzwerken. Daher sind die Kontakte sehr wichtig. Hier kommt es nicht auf die Menge an, sondern auf die Qualität. Die Kontakte verstärken das Image, dass das Profil transportiert.

Während eine Liste attraktiver Frauen in Facebook bei dem einen oder anderen vielleicht Eindruck schinden kann, wirkt das auf XING eher negativ. Es hinterlässt den Eindruck eines einsamen Aufreißers und wirkt daher absolut unseriös. Dagegen heben Führungskräfte und Entscheidungsträger der eigenen Branche das Image enorm.

Auch wenn der Freundeskreis zum Netzwerk gehört, sollten diese Kontakte besser auf Facebook oder Instagram gepflegt werden.

Zusammengefasst…

  • Eigene Kontakte überprüfen
  • Nach Entscheidungsträgern und Führungskräften der Branche suchen
  • Freundschaften auf Facebook und Instagram pflegen

Tipp 9: XING-Profil optimieren durch Gruppen

Die Zugehörigkeit in gewissen Gruppen zeigt recht deutlich, wo das Interesse und Engagement am größten ist. Hier gilt dasselbe wie für die Kontakte: professionell bleiben. Über Privates kann man sich gut auf Facebook in diversen Gruppen austauschen. Auf XING spiegelt das allerdings die berufliche Kompetenz. Auch Gruppen, in denen viel diskutiert wird, tun dem Profil nicht gut. Recruiter könnten denken, dass man sich gerne in diesen Foren herumtreibt und vieles dafür links liegen lässt.

Das Verhalten in Gruppen sollte ebenfalls angemessen sein. Beleidigungen sind tabu, das versteht sich von selbst. Aber auch stark polarisierende Meinungen sollten besser unterlassen werden. Wenige seriöse Gruppen mit vielen einflussreichen Mitgliedern sind für das Image des Profils am besten.

Zusammengefasst…

  • Gruppen spiegeln das Engagement wider
  • Verhalten in Gruppen muss angemessen sein
  • Besser wenige, aber seriöse Gruppen

Tipp 10: Andere Profile

XING bietet die Möglichkeit, andere Profile zu verlinken. Wer das tut, verbessert seine Wertung bei Google. Suchmaschinen werten diese Maßnahme auf. Umgekehrt kann man zudem das XING-Profil optimieren, indem man es auf anderen Webseiten verlinkt.

Zudem erweitert die Verlinkung anderer Profile das eigene Portfolio. So kann die Selbstdarstellung für Recruiter ausgeweitet werden und sie bekommen einen besseren Eindruck zu dem potenziellen neuen Mitarbeiter. Die eigenen Fähigkeiten im Web darzustellen hilft ebenfalls. So können Webseiten auf Twitter empfohlen werden oder welche Bücher man gelesen und rezensiert hat.

Zusammengefasst…

  • Verlinkungen verbessern die Wertung bei Google
  • XING sollte auch auf anderen Profilen verlinkt werden
  • Vergrößert das Portfolio
Sein Profil auf Instagram und Co zu verlinken bringt enorme Vorteile: (Foto: Giga)

Sein Profil auf Instagram und Co zu verlinken bringt enorme Vorteile: (Foto: Giga)

Tipp 11: Private Angaben

Während die meisten Felder keine Langeweile vermitteln sollten, ist es bei den persönlichen Angaben genau andersrum. Das Feld sollte zwar nicht leer sein, aber wirklich persönliche Informationen haben hier nichts zu suchen. Das XING-Profil optimiert man hier lediglich, indem man hier den Geburtstag und den Geburtsnamen angibt. Das wahrt vor allem eine professionelle Selbstdarstellung.

Zusammengefasst…

  • Private Angaben auf Geburtsdatum und Geburtsnamen beschränken
  • Andere private Angaben wirken unprofessionell
  • Feld dennoch nicht leer lassen

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply