Mit 5.831 Auszubildenden erreicht der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg den höchsten Stand seit fast drei Jahrzehnten und verdeutlicht den dringenden Fachkräftebedarf im E-Handwerk. In der praxisorientierten Ausbildung kombinieren junge Talente klassische Elektroinstallationen mit modernem Know-how zu Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und Gebäudesystemintegration. Die Einführung des Ausbildungsberufs Elektroniker für Gebäudesystemintegration und verbesserte Meisterförderung eröffnen attraktive Karriereoptionen. Politische Gespräche sollen bürokratische Hürden reduzieren und Existenzgründungen erleichtern. Jugendliche profitieren von langfristigen Perspektiven und solidem Branchenwachstum.
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Präsident Bürkle hebt starke Nachfrage junger Menschen im E-Handwerk
Mit 5.831 Auszubildenden am Stichtag 31.12.2025 erreicht der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg bundesweit einen Höchststand seit fast drei Jahrzehnten. Verbandspräsident Thomas Bürkle weist auf die hohe Attraktivität des Ausbildungsberufs hin und unterstreicht deutlich den dringenden Bedarf an qualifizierten Kräften im E-Handwerk. Nahezu neun von zehn Neueingelernten entscheiden sich für die Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Diese Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit regionaler Betriebe und sichert langfristig Fachkräftepotenziale sowie Innovationsfähigkeit.
Breite Ausbildung zu Elektroinstallation, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und smarter Gebäudetechnik
Auszubildende im E-Handwerk erhalten umfassenden Einblick in klassische Elektroinstallationen von Wohn- und Industriegebäuden, die Errichtung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sowie Montage und Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen. Zusätzlich erlernen sie den Umgang mit modernster Gebäudesystemintegration, automatisierten Steuerungs- und Sicherheitsanlagen. Theorie und Praxis werden eng verzahnt: Berufsschule und Ausbildungsbetrieb vermitteln Kenntnisse in Schaltanlagen, Netzberechnung und digitaler Vernetzung. So werden Fachkräfte für energieeffiziente und zukunftssichere Anwendungen qualifiziert. Sie entwickeln Kompetenzen in Planung, Wartung, Projektmanagement.
Elektroniker für Gebäudesystemintegration-Ausbildung vermittelt umfassende vernetzte Systemkompetenz seit 2021
Seit 2021 ergänzt der Beruf Elektroniker für Gebäudesystemintegration das Ausbildungsportfolio im E-Handwerk um eine moderne Qualifikation für vernetzte Gebäudetechnik. Azubis erwerben umfassende Kenntnisse in der Installation, Konfiguration und Wartung von Automationssystemen, Sensorik, Aktorik sowie Bussystemen. Dabei lernen sie, elektrotechnische, informationstechnische und gebäudetechnische Komponenten zu einem intelligenten Gesamtsystem zu verknüpfen. Interessenten können diese Informationen kostenfrei und praxisnah einsehbar auf der Homepage e-zubis.de abrufen und sich zugleich detailliert über freie Ausbildungsplätze informieren.
Aufwärtstrend im E-Handwerk mit 5.831 Lehrlingen sichert Zukunftsfähigkeit dauerhaft
Die Entwicklung auf ein Rekordniveau mit 5.831 Auszubildenden im E-Handwerk signalisiert eine Renaissance des Elektro- und Informationstechnik-Gewerbes in Baden-Württemberg. Erstmals seit nahezu dreißig Jahren erreicht die Branche einen derartigen Höchststand, wodurch sich ihr Ansehen bei jungen Menschen nachhaltig stärkt. Fachlich breit aufgestellte Lerninhalte von Photovoltaik über Ladeinfrastrukturen bis Gebäudesystemintegration gewähren Auszubildenden zukunftsgerichtete Kompetenzen und eröffnen solide Karrierepfade in einem wachstumsorientierten Technologiefeld. Die Ausbildungszahlen verdeutlichen das steigende Interesse an nachhaltiger Elektrotechnik.
Bürokratische Hürden erschweren E-Handwerks-Meisterabsolventen den Schritt in eigene Existenz
Aktuelle Statistiken belegen, dass sich die Teilnehmerzahlen bei den Meisterprüfungen über Jahre auf hohem Niveau halten. Dennoch erschweren umfangreiche bürokratische Hürden und aufwendige Genehmigungsverfahren den Sprung in die eigene Selbstständigkeit. Viele frischgebackene Meisterinnen und Meister sehen sich mit komplexen Gründungsvorschriften, zahlreichen Nachweispflichten und langwierigen Verwaltungsprozessen konfrontiert. Die damit einhergehenden organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Barrieren führen dazu, dass der Weg in die Selbstständigkeit nicht mehr als selbstverständlich gilt und zunehmend hürdenreich.
Sondierungen ebnen starken Weg für Meisterförderung, Bürokratieabbau und Betriebsgründungen
Im Rahmen der jüngsten Sondierungen zwischen politischen Gremien und Fachverbänden wurden umfassende Eckpunkte zur Stärkung der Meisterausbildung im E-Handwerk erörtert. Geplant ist eine signifikant verbesserte finanzielle Förderung, um angehende Meister gezielt zu entlasten. Darüber hinaus sollen Betriebsgründungen durch einfachere Verfahren und reduzierte administrative Anforderungen erleichtert werden. Verbandspräsident Bürkle bewertet diese Initiativen als essenziell, um langfristig qualifizierten Nachwuchs zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Elektro- und Informationstechnologie-Gewerbes nachhaltig effektiv zu fördern.
Breit aufgestellte Ausbildungsprogramme im E-Handwerk vereinen klassische Elektroinstallationsschulungen mit zukunftsweisenden Bereichen wie Ladeinfrastruktur, Photovoltaik und Gebäudesystemintegration. Insbesondere der Beruf Elektroniker für Gebäudesystemintegration vermittelt tiefgreifende Kenntnisse in Smart-Building-Technologien und interdisziplinären Vernetzungslösungen. Parallel wird die Meisterausbildung durch gezielte finanzielle Förderprogramme und Bürokratieabbau gestärkt. Diese Kombination garantiert jungen Auszubildenden umfangreiche Fachkompetenzen, langfristige Einsatzmöglichkeiten sowie den notwendigen betriebswirtschaftlichen, motivierenden und persönlichen Rückhalt, um selbstbewusst den Weg in Führungspositionen oder die eigene Selbstständigkeit zu beschreiten.

