Agonie: Definition, Anzeichen und wie sich der baldige Tod zeigt

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Agonie: Definition, Anzeichen und wie sich der baldige Tod zeigt

Die lateinische Sprache nutzt das Wort „Agonie“, um den Zustand von Angst oder Todeskampf zu beschreiben. In diesem Kontext bezeichnet es den Prozess des Sterbens oder den Zustand eines Menschen kurz vor dem Tod. Die Anzeichen für das nahende Ableben bleiben dabei stets dieselben und sind in ihrer Natur unveränderlich.
Diese Anzeichen sind nicht nur körperlicher, sondern auch emotionaler Natur und werden von Generation zu Generation beobachtet und dokumentiert. Sie dienen als Wegweiser für medizinisches Fachpersonal und Angehörige, um sich auf den bevorstehenden Abschied vorzubereiten und dem Sterbenden die bestmögliche Betreuung und Unterstützung zu bieten.
Definition: Das ist AgonieDie Anzeichen einer AgonieMögliche Hinweise des nahenden Todes

Definition: Das ist Agonie

Geht es um die Agonie eines Menschen, ist die Rede vom Todeskampf. Dabei ist es nicht immer ein wörtlicher Kampf, denn viele Menschen sterben still, haben keine Schmerzen und leiden nicht. Die Medizin kennt eine Agonie als allmähliches Versagen der lebenswichtigen Funktionen, was auf den baldigen Tod hindeutet. Ein unregelmäßiger Puls, Störungen des Bewusstseins und ein Todesröcheln sind meist wahrnehmbar. Für Angehörige wichtig zu wissen: Maßnahmen, die der Arzt jetzt noch ergreift, sind meist nur zur Beruhigung der Angehörigen gedacht. Einige Sterbende haben Angst, sie können zudem ein Beruhigungsmittel bekommen. Umkehren lässt sich der Prozess des Sterbens aber nicht mehr.

Die Anzeichen einer Agonie
Die Anzeichen einer Agonie
Zahlreiche Anzeichen einer Agonie sind im körperlichen Bereich erkennbar.
Sterbende möchten nichts mehr essen oder trinken, dennoch kann es hilfreich sein, ihnen die Lippen mit ein wenig Wasser zu benetzen.
Sie möchten sich nicht mehr bewegen und nehmen Gerüche unterschiedlich intensiv wahr.
Die Körpertemperatur sinkt, außerdem werden Arme und Beine meist schlechter durchblutet.
Das führt zu sogenannten Todesflecken: An den Unterseiten der Unterschenkel zeigen sich plötzlich dunkle Flecken, die von abgelagertem Blut stammen.
Der Körper schafft es nicht mehr, das gesamte Blut zu pumpen.
Zudem verfärben sich mitunter Finger und Zehen bläulich.
Manche Sterbende schwitzen heftig. Auffällig ist auch, dass die Sinne geschärft sind, sodass Sterbende empfänglich für bekannte Melodien sind.
Auch das Bewusstsein ändert sich bei einer Agonie.
Ein sterbender Mensch wirkt häufig orientierungslos und verwirrt, viele werden unruhig.
Sie kommunizieren nicht mehr mit den Menschen, die sie umgeben, und ziehen sich zurück.
Viele Sterbende sprechen gar nicht mehr.

Mögliche Hinweise des nahenden Todes

Der Sterbende wirkt, als wäre er nicht mehr wirklich anwesend. Seine Augen schauen in die Ferne, teilweise ist der Blick scheinbar nach innen gerichtet. Der Mund bleibt offen, der Puls wird schwächer. Die Atmung verändert sich und setzt immer wieder aus. Oft ist ein Röcheln zu hören. Es stammt von dem im Rachen des Sterbenden befindlichen Schleim. Ein Arzt kann diesen entfernen, dies ist jedoch eher Makulatur für die Hinterbliebenen. Der Sterbende bekommt an diesem Punkt nichts mehr von seinen Atemgeräuschen mit.

Nach und nach stellen die Organe ihre Funktion ein. Meist setzt die Lunge zuerst aus, danach kann das Herz noch kurze Zeit schlagen. Wird das Gehirn nun nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, arbeitet auch dieses nicht mehr weiter. Der Mensch ist tot, alle Phasen der Agonie sind abgeschlossen.

In dieser letzten Phase ist es auch durch eine künstliche Beatmung über die Herz-Lungen-Maschine nicht mehr möglich, den Menschen am Leben zu halten. Es wird lediglich dafür gesorgt, dass Sauerstoff in den Körper gebracht wird und die Durchblutung erhalten bleibt. Der Sterbeprozess wird aber nur aufgeschoben.

Video: Sterbeprozess: Die letzten 48 Stunden vor dem Tod

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