Mitarbeitersuche im Schatten schlechter Sterne: Wenn unfaire Kununu-Bewertungen das Recruiting blockieren

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Ein Leben ohne Internet ist in der heutigen Zeit kaum mehr vorstellbar. Doch nicht nur im Privatleben hat sich das Internet bei den meisten Menschen etabliert, sondern auch in der Arbeitswelt spielt es eine inzwischen unglaublich wichtige Rolle.

Das ist nicht nur dann der Fall, wenn es darum geht, die eigenen Dienstleistungen und/oder Produkte zu bewerben, sondern auch dann, wenn sich Unternehmen auf der Suche nach Fachkräften befinden, die sie in ihrem Unternehmen einstellen wollen.

Allerdings gestaltet sich die Suche nach Fachkräften alles andere als einfach. Denn aktuell haben Unternehmen mit dem Phänomen des Fachkräftemangels und gleichzeitig der Digitalisierung zu kämpfen. Das bedeutet im Klartext, dass sich viele Unternehmen aus derselben Branche auf der Suche nach Fachkräften befinden. Sprich: Die Nachfrage nach Fachkräften ist hoch, während das Angebot vergleichsweise gering ist. Somit müssen sich Unternehmen unter anderem gegen die Konditionen der Konkurrenz durchsetzen, um Fachkräfte von sich überzeugen zu können.

Als ob das nicht schon genug wäre, gesellen sich dazu auch die Bewertungsplattformen, die von Fachkräften in der Regel zu Rate gezogen werden, bevor sie sich bei einem Unternehmen bewerben oder bevor sie, nach erfolgter Bewerbung, ein Vorstellungsgespräch in Anspruch nehmen.

Welchen Einfluss haben Bewertungsplattformen auf das Recruiting?

Bewertungsplattformen sind dazu da, die Erfahrung mit dem Unternehmen zu teilen, sodass andere Menschen diese Erfahrung lesen und anschließend möglicherweise eine Entscheidung für oder gegen das Unternehmen treffen.

Es gibt in diesem Zusammenhang gezielte Bewertungsplattformen, auf denen sich (ehemalige) Arbeitgeber zu dem Unternehmen äußern können. Auf diese Weise können sich potenzielle neue Arbeitnehmer ein Bild von dem Unternehmen, dem Klima und der Mitarbeiterzufriedenheit machen, bevor sie sich dazu entscheiden, für das Unternehmen zu arbeiten oder, sich an die Konkurrenz zu wenden.

In der Tat informieren sich in der heutigen Zeit viele Menschen im Voraus auf Bewertungsplattformen über Unternehmen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Das ist auch der Grund dafür, dass diese Bewertungsplattformen im Rahmen des Recruitings auf keinen Fall unterschätzt werden sollten.

Vielmehr sollten Unternehmen sicherstellen, mit einem eigenen Unternehmensprofil auf den Bewertungsplattformen vertreten zu sein, um so prüfen zu können, welche Erfahrungen geteilt werden. Möglicherweise wird man auf diese Weise auch auf Probleme aufmerksam, die dafür verantwortlich sind, dass das Unternehmen Schwierigkeiten bei der Recruitierung neuer Fachkräfte hat.

Eine negative Bewertung – und jetzt?

An und für sich ist eine negative Bewertung noch keine Verurteilung für das Unternehmen. Sicherlich ist es ärgerlich eine negative Bewertung von (ehemaligen) Mitarbeitern zu bekommen, da positive Bewertungen natürlich viel lieber gesehen werden und auch auf andere Besucher der Bewertungsplattform einen besseren Eindruck machen.

Doch, negative Bewertungen können konstruktive Kritik enthalten und das Unternehmen somit darauf aufmerksam machen, welche Maßnahmen sie ergreifen müssen und welche Änderungen erfolgen sollten, um die Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen steigern zu können.

Sehen potenzielle Bewerber, dass Unternehmen auf konstruktive Kritik eingehen und dazu gewillt sind, Änderungen im Unternehmen vorzunehmen, kann sich das äußerst positiv auf die Rekrutierung von Fachkräften auswirken. Denn, es ist vollkommen menschlich, Fehler zu machen. Es geht nicht darum, als Unternehmen nach außen hin perfekt zu sein. Vielmehr ist es wichtig, zu zeigen, dass man die Meinung der Mitarbeiter und der Kunden ernst nimmt und auf sie eingeht. Deswegen heißt eine negative Bewertung nicht automatisch, dass man seine Chancen auf das Recruiting von qualifizierten Fachkräften verspielt hat.

Wichtig ist es, wie man mit den Bewertungen umgeht.

So gehen Unternehmen mit Bewertungen um

Wichtig ist es immer, mit den Verfassern der Bewertungen zu kommunizieren. Weder positive noch negative Bewertungen sollten einfach so stehenbleiben.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich für positive Bewertungen zu bedanken und auf negative Bewertungen einzugehen. Dabei ist es wichtig, diese zu prüfen, um anschließend eine entsprechende Antwort geben zu können. Wenn eine Entschuldigung notwendig ist, ist es wichtig, sich zu entschuldigen und eine Verbesserung zu versprechen. Dabei sollte jedoch immer auch darauf geachtet werden, dass es sich nicht um leere Versprechen handelt, sondern, dass ggf. bereits konkrete Verbesserungsmaßnahmen aufgezeigt werden können. Das macht sowohl auf den Verfasser der Bewertung als auch auf Fachkräfte, die sich auf der Plattform über das Unternehmen informieren, einen positiven Eindruck.

Anders sieht das aus, wenn es sich um eine destruktive und ungerechtfertigte Bewertung handelt.

Kann man Bewertungen einfach löschen?

Eine Bewertung kann nicht einfach gelöscht werden, nur weil sie einem nicht passt. Ist die negative Bewertung gerechtfertigt und verstößt nicht gegen die Richtlinien der Bewertungsplattform, kann diese nicht einfach gelöscht werden.

Allerdings gibt es bestimmte Voraussetzungen, unter welchen Bewertungen gelöscht werden können. Das ist dann der Fall, wenn er gegen die Richtlinien der Bewertungsplattform verstößt. Allerdings kann es unter Umständen auch vorkommen, dass Bewertungsplattformen Bewertungen trotzdem aufgrund mangelhafter Prüfung nicht entfernen.

Unternehmen sind negativen Bewertungen jedoch nicht schutzlos ausgeliefert. Handelt es sich um eine ungerechtfertigte oder unzulässige Bewertung, bestehen verschiedene Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. So kann sich das Unternehmen direkt an die Bewertungsplattform wie z. B. Kununu wenden oder rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen, um die eigene Arbeitgebermarke zu schützen und gegebenenfalls eine Kununu Bewertungen löschen lassen.

Für diese Zwecke ist es jedoch immer wichtig, als Unternehmen ein Unternehmensprofil auf den Bewertungsplattformen zu haben und die Bewertungen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Auf diese Weise haben Unternehmen immer im Blick, wenn es zu einer ungerechtfertigten negativen Bewertung kommt. Je schneller sie dagegen vorgehen, umso weniger Schaden kann diese bezüglich des Unternehmens-Images anrichten.

Wie kann die KI bei der Handhabung negativer Bewertungen helfen?

Es gibt unterschiedliche Legal-Tech-Systeme, die KI-gestützt sind und Unternehmen dabei helfen können, die Bewertungen auf den Bewertungsplattformen zu filtern. Auf diese Weise müssen Unternehmen nicht jede einzelne Bewertung manuell durchgehen, sondern sie können sich die Bewertungen im Voraus filtern lassen.

Anschließend erfolgt dann eine manuelle Prüfung der gefilterten Bewertungen und nach Bedarf kann dann entweder auf konstruktive Kritik reagiert oder die Löschung ungerechtfertigter Bewertungen veranlasst werden.

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