Therapeutische Ausbildungen: Berufsbilder, Gehalt, Förderung, Finanzierung, Karrierechancen

Therapeutische Ausbildungen sind die Voraussetzung dafür, in einem nicht-ärztlichen Beruf Menschen medizinisch zu unterstützen. Die folgenden Möglichkeiten und Karrierechancen gibt es im Einzelnen.

Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

Das Berufsbild: Was machen Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen?

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen arbeiten nach der therapeutischen Ausbildung im präventiven, pädagogischen oder therapeutischen Bereich und behandeln Patienten mit Störungen

  • des Stimmorgans,
  • der Atemwege,
  • des Sprechapparates oder
  • der sprachlichen Entwicklung.

Es werden Diagnosen gestellt und Behandlungen durchgeführt, dafür wird mit behandelnden Ärzten zusammengearbeitet.

Auch im Bereich

  • Geriatrie,
  • Behindertenarbeit,
  • Förderungen von Kindern etc.

sind Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen tätig.

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen können nach der Ausbildung angestellt in einer Praxis arbeiten. (Foto: Shutterstock-mpohodzhay )

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen können nach der Ausbildung angestellt in einer Praxis arbeiten. (Foto: Shutterstock-mpohodzhay )

Das Gehalt als Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, verdienen zwischen 2.894 und 3.206 Euro brutto im Monat. Ähnlich gelagert sind die Vergütungen für freiberuflich tätige Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen, wobei die Einstiegseinkommen ab 2.400 Euro brutto beginnen.

Karrierechancen für Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen können nach der Ausbildung angestellt in einer Praxis arbeiten. Es besteht überdies die Möglichkeit, therapeutische Ausbildungen zu nutzen, um sich in einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. Dies ist frühestens nach zweijähriger praktischer Tätigkeit möglich. Des Weiteren können Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen freiberuflich oder in einer Gemeinschaftspraxis arbeiten, die freiberufliche Tätigkeit ist an keine formalen Zulassungsbeschränkungen gebunden.

Über therapeutische Ausbildungen wie die zum Diätassistenten/zur Diätassistentin kann der Schritt in die Selbstständigkeit möglich sein. (Foto: Shutterstock- RossHelen_)

Über therapeutische Ausbildungen wie die zum Diätassistenten/zur Diätassistentin kann der Schritt in die Selbstständigkeit möglich sein. (Foto: Shutterstock- RossHelen_)

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Heilpraktiker/in

Die Tätigkeit als Heilpraktiker/in

Die ganzheitliche Sichtweise ist die Grundlage für die Arbeit der Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen. Sie erheben eine Anamnese und beziehen in die Diagnose die gesamten Umstände des Patienten mit ein. Es geht nicht nur um die Vorerkrankungen, sondern auch um die Lebensumstände, die sich seelisch belastend und negativ auf körperliche Erkrankungen auswirken können. Darauf aufbauend erstellen Heilpraktiker individuelle Behandlungspläne und setzen unterschiedliche Therapien ein. Dazu gehören

  • Lymphdrainagen ebenso wie
  • Inhalationen,
  • Bestrahlungen und
  • Einreibungen.

Auch chiropraktische und atemtherapeutische Behandlungen gehören dazu.

Das Gehalt der Heilpraktiker

Das Einkommen der Heilpraktiker liegt statistisch gesehen bei durchschnittlich 2.500 Euro brutto im Monat. Teilweise wird mit den Krankenkassen abgerechnet, viele Leistungen müssen den Patienten privat in Rechnung gestellt werden. Als Basis für die Abrechnung dient das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Das durchschnittliche Gehalt pro Therapieeinheit liegt zwischen 70 und 180 Euro, abgerechnet werden zwischen 50 und 90 Minuten.

Karrierechancen als Heilpraktiker/in

Heilpraktiker können nach der Ausbildung in Praxen arbeiten, die neben Massagen und physiotherapeutischen Anwendungen auch alternative Therapien anbieten. Anpassungsweiterbildungen helfen dabei, die Fachkenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten. Möglich ist auch ein Studium mit dem Abschluss Komplementärmedizin, wenn die Hochschulzugangsberechtigung vorhanden ist. Außerdem ist die Eröffnung einer eigenen Praxis möglich.

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Diätassistent/in

Das Berufsbild der Diätassistenten

Wer die Ausbildung zum Diätassistenten absolviert hat, kann angestellt oder selbstständig bzw. freiberuflich mit Personen arbeiten, die spezielle Diät- und Ernährungspläne benötigen.

Es werden ärztlich

  • Diätverordnungen umgesetzt,
  • individuelle Diättherapien gemacht und
  • spezielle Kostformen zubereitet.

Diätassistenten beraten und schulen Patienten, die eine spezielle Ernährung benötigen, und können auch in Krankenhäusern, Reha-Kliniken oder Schwerpunktpraxen tätig sein.

Das Gehalt der Diätassistenten

Das Gehalt für angestellte Diätassistenten bewegt sich zwischen 2.400 und 3.200 Euro brutto im Monat. Freiberufler verdienen oft etwas mehr, sodass das Einkommen hier ab 2.800 Euro brutto im Monat beginnt, natürlich abhängig von der Anzahl der Patienten, die betreut und beraten werden.

Karrierechancen als Diätassistent/in

Über therapeutische Ausbildungen wie die zum Diätassistenten/zur Diätassistentin kann der Schritt in die Selbstständigkeit möglich sein. Freiberufler können zum Beispiel als Gesundheitsberater oder ernährungsmedizinische Berater arbeiten. Außerdem sind Aufstiegsweiterbildungen möglich wie zum Beispiel zum Ernährungsberater. Anpassungsweiterbildungen helfen dabei, im Bereich Diätwesen oder Gemeinschaftsverpflegung Fuß zu fassen.

Ergotherapeuten behandeln und fördern damit Patienten mit physischen oder psychischen Erkrankungen, mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen. (Foto: Shutterstock-Lopolo )

Ergotherapeuten behandeln und fördern damit Patienten mit physischen oder psychischen Erkrankungen, mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen. (Foto: Shutterstock-Lopolo )

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Ergotherapeut/in

Das Berufsbild der Ergotherapeuten

Ergotherapeuten behandeln und fördern damit Patienten mit physischen oder psychischen Erkrankungen, mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen. Alle Menschen, die in ihrer Selbstständigkeit oder Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind oder von Einschränkungen bedroht werden, gehören zur Zielgruppe der Ergotherapeuten. Diese arbeiten Behandlungspläne aus und führen die Therapien in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten aus. Auch präventiv werden Ergotherapeuten aktiv.

Sie arbeiten

  • in Krankenhäusern und Kliniken,
  • in sozialen und pädagogischen Einrichtungen sowie
  • in Gesundheitszentren.

Gehalt als Ergotherapeut/in

Ergotherapeuten verdienen zwischen 2.500 und 2.800 Euro brutto im Monat. Durch eine berufliche Aufstiegsweiterbildung können sie auf ein Gehalt von bis zu 3.000 Euro monatlich kommen. Freiberufler und Selbstständige können je nach Auslastung mehr oder weniger als die genannten Summen verdienen.

Karrierechancen als Ergotherapeut/in

Nach der Ausbildung zum Ergotherapeuten steht der Berufsweg in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Gesundheitszentren offen. Auch die angestellte Tätigkeit in einer Praxis für Ergotherapie ist möglich. Wer einen höheren Abschluss erwerben will, kann studieren und den Bachelor im Fach Ergotherapie machen. Außerdem ist der Schritt in die Selbstständigkeit möglich.

Durch Anpassungsweiterbildungen können Fachkenntnisse aktuell gehalten werden, außerdem lässt sich das eigene Fachwissen erweitern. Dies reicht bis hin zur Sonderpädagogik. (Foto: Shutterstock- Africa Studio )

Durch Anpassungsweiterbildungen können Fachkenntnisse aktuell gehalten werden, außerdem lässt sich das eigene Fachwissen erweitern. Dies reicht bis hin zur Sonderpädagogik. (Foto: Shutterstock- Africa Studio )

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Logopäde/Logopädin

Das Berufsbild der Logopäden

Logopäden übernehmen die Patienten, denen die Ärzte

  • eine Sprach- oder Sprechstörung,
  • Entwicklungsstörungen oder
  • Atem- und Stimmprobleme

bescheinigt haben. Sie führen die Behandlung nach erfolgter Diagnosestellung durch und behandeln damit nur aufgrund einer ärztlichen Verordnung. Logopäden arbeiten auch mit Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben und ihre Sprech- oder Schluckfähigkeit wiedererlangen sollen.

Auch in Sonderkindergärten oder Einrichtungen für die Förderung geistig behinderter Kinder und Erwachsenen sind sie tätig. Logopäden können auch an wissenschaftlichen Untersuchungen arbeiten bzw. in wissenschaftlichen Einrichtungen rund um das Fachgebiet Sprechen und Sprache beschäftigt sein.

Gehalt als Logopäde/in

Das Durchschnittsgehalt für alle, die als Logopäde/Logopädin arbeiten, liegt zwischen 27.000 und 37.000 Euro brutto jährlich, meist wird es um 32.800 Euro brutto liegen. Freiberufler bestimmen ihren Verdienst zum gewissen Teil mit, denn hier richtet sich das Einkommen nach der eigenen Auslastung bzw. Buchung durch Patienten.

Karrierechancen für Logopäden

Logopäden und Logopädinnen können nach der Ausbildung

  • in Krankenhäusern und Kliniken,
  • in Reha-Kliniken oder
  • angestellt in einer Praxis für Logopädie

tätig sein. Sie können auch studieren, denn Logopädie ist nicht nur als Ausbildung, sondern auch als höherwertiger Abschluss über ein Studium möglich. Das Studium schließt mit dem Bachelor ab.

Durch Anpassungsweiterbildungen können Fachkenntnisse aktuell gehalten werden, außerdem lässt sich das eigene Fachwissen erweitern. Dies reicht bis hin zur Sonderpädagogik.

Des Weiteren ist der Schritt in die Selbstständigkeit möglich, hierfür wird eine eigene Praxis für Logopädie eröffnet oder es erfolgt ein Beitritt zu einer Gemeinschaftspraxis für Logopädie.

Masseure und medizinische Bademeister arbeiten mit behandelnden Ärzten zusammen und erstellen individuelle Behandlungspläne für die Patienten. (Foto: Shutterstock-_ Ljupco Smokovski )

Masseure und medizinische Bademeister arbeiten mit behandelnden Ärzten zusammen und erstellen individuelle Behandlungspläne für die Patienten. (Foto: Shutterstock-_ Ljupco Smokovski )

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

Das Berufsbild von Masseur/in und medizinischem/r Bademeister/in

Masseure und medizinische Bademeister arbeiten mit behandelnden Ärzten zusammen und erstellen individuelle Behandlungspläne für die Patienten.

Es werden unterschiedliche physikalische Behandlungen durchgeführt, zu denen zählen

  • Massagen,
  • Bewegungstherapien,
  • Hydrotherapien und
  • strahlentherapeutische Anwendungen.

Dazu werden verschiedene Hilfsmittel und Geräte verwendet. Des Weiteren müssen Behandlungsverläufe überwacht werde, es geht um die Dokumentation von Patientendaten und um Abrechnungen mit den Krankenkassen.

Wer als Masseur/in oder medizinische/r Bademeister/in tätig ist, wird meist in Krankenhäusern oder Arztpraxen arbeiten. Auch in

  • Gesundheitszentren,
  • Bädern,
  • Saunen

sind Masseure und medizinische Bademeister zu finden. Des Weiteren bieten die Fitnesszentren nicht selten verschiedene Job für Angehörige dieses Berufs.

Gehalt als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

Das Mindestgehalt als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in liegt bei 23.100 Euro brutto im Jahr, der Durchschnitt hingegen liegt bei 30.100 Euro brutto. Selbstständig Tätige können noch mehr verdienen, allerdings sind auch geringere Einkommen gerade in der Anfangszeit der Selbstständigkeit möglich.

Karrierechancen für Masseur/in und medizinische/n Bademeister/in

Dank einer Aufstiegsweiterbildung können als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in in Führungspositionen übernommen werden. Hierfür kann die Prüfung zum Fitnessfachwirt/in abgelegt werden. Des Weiteren ist das Studium als Aufstiegsweiterbildung möglich, hier kommt zum Beispiel das Fach Physiotherapie infrage. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann gegangen werden. Die Eröffnung eines medizinischen Bades ist hier ebenso möglich wie die Selbstständigkeit mit einer Massagepraxis.

Orthoptisten werden nach dem Tarifvertrag, der für den öffentlichen Dienst gilt, bezahlt. (Foto: Shutterstock-_ALPA PROD )

Orthoptisten werden nach dem Tarifvertrag, der für den öffentlichen Dienst gilt, bezahlt. (Foto: Shutterstock-_ALPA PROD )

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Orthoptist/in

Das Berufsbild der Orthoptisten

Wer eine Ausbildung zum Orthoptisten absolviert, kann unter anderem in Krankenhäusern mit augenärztlicher Abteilung oder in Augenarztpraxen arbeiten. Dort werden eigenständig oder nach Anweisung des Augenarztes Sehstörungen untersucht. So wird zum Beispiel einem Schielen oder Zittern auf den Grund gegangen.

Neben der Diagnosestellung bzw. Sicherung der Diagnose werden therapeutische Behandlungspläne erstellt und angewendet. Die Behandlungen werden durch Orthoptisten überwacht und ggf. angepasst. Des Weiteren müssen Krankheitsverläufe dokumentiert und ausgewertet werden. Auch in der Prävention sind Orthoptisten tätig und untersuchen Babys und Kleinkinder auf mögliche Augenerkrankungen oder Fehlsichtigkeiten.

Gehalt als Orthoptist/in

Orthoptisten werden nach dem Tarifvertrag, der für den öffentlichen Dienst gilt, bezahlt. Das heißt, dass das Einstiegsgehalt bei rund 2.330 Euro brutto monatlich liegt. In jeder öffentlichen Einrichtung ist ein ähnliches Gehalt üblich. Auch die Arztpraxen, in denen Orthoptisten angestellt arbeiten, zahlen ähnliche Gehälter.

Karrierechancen als Orthoptist/in

Nach der Ausbildung zum Orthoptisten ist die Tätigkeit in Hochschulkliniken möglich, sofern dort eine Abteilung für Pleoptik und Orthoptik vorhanden ist. Auch in augenärztlichen Abteilungen und in ansässigen Arztpraxen sind Orthoptisten tätig. Anpassungsweiterbildungen helfen bei der Sicherung des beruflichen Fachwissens, wobei Weiterbildungen im Bereich Augenoptik ebenso möglich sind wie im Bereich Hygiene. Durch Aufstiegsweiterbildungen und über die Prüfung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen ist ein berufliches Fortkommen gesichert.

Ausgebildete Physiotherapeuten verdienen zwischen 1.900 und 2.400 Euro brutto im Monat. (Foto: Shutterstock- _New Africa)

Ausgebildete Physiotherapeuten verdienen zwischen 1.900 und 2.400 Euro brutto im Monat. (Foto: Shutterstock- _New Africa)

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Physiotherapeut/in

Das Berufsbild der Physiotherapeuten

Physiotherapeuten arbeiten mit Patienten und unterstützen diese bei der Erhaltung und Wiederherstellung der Beweglichkeit zum Beispiel nach Erkrankungen oder Unfällen und Verletzungen. Auch altersbedingte Einschränkungen werden damit behandelt. Es geht hier zum Beispiel um Maßnahmen, die dem Muskel- und Koordinationstraining dienen.

Der behandelnde Arzt stellt eine Diagnose, auf deren Basis der Therapieverlauf geplant wird.

Zur Behandlung gehören

  • Atemtherapien,
  • Massagen,
  • Wärme- und Hydrotherapien,
  • Bewegungsschulungen und

Des Weiteren werden die Patienten beraten und dazu angeleitet, wichtige Übungen auch selbstständig zu Hause durchzuführen, um den Therapieerfolg zu sichern. Im Rahmen der Ausbildung zum Physiotherapeuten werden verschiedene Therapieformen vermittelt, die später individuell auf die Patienten abgestimmt werden müssen.

Gehalt als Physiotherapeut/in

Ausgebildete Physiotherapeuten verdienen zwischen 1.900 und 2.400 Euro brutto im Monat. Steigt die Berufserfahrung, steigt auch das Einkommen und kann auf bis zu 2.900 Euro im Monat klettern. Mit zunehmender Aus- und Weiterbildung und weiteren erworbenen Abschlüssen kann das Gehalt ebenso höher sein. Freiberuflich tätige Physiotherapeuten können mehr verdienen, wenn sie ihre eigene Praxis führen und diese voll ausgelastet ist.

Karrierechancen als Physiotherapeut/in

Physiotherapeuten können schon während der Ausbildung die Voraussetzungen für ein späteres Studium schaffen und erwerben zum Beispiel die Fachhochschule, sollten sie die Schule nicht mit dem Abitur abgeschlossen haben. Durch Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen lässt sich das berufliche Fachwissen aktuell halten, außerdem wird der Grundstein für die spätere Karriere gelegt. Es ist zum Beispiel möglich, die Prüfung als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen abzulegen. Des Weiteren ist ein Hochschulabschluss im Fach Physiotherapie möglich.

Mit ausreichender Praxiserfahrung kann nach der Ausbildung auch eine eigene Praxis für Physiotherapie eröffnet werden oder der Einstieg in eine Gemeinschaftspraxis erfolgt.

Podologen verdienen je nach Erfahrung bis zu 2.500 Euro brutto im Monat. (Foto: Shutterstock-_Podiatrist )

Podologen verdienen je nach Erfahrung bis zu 2.500 Euro brutto im Monat. (Foto: Shutterstock-_Podiatrist )

Therapeutische Ausbildungen vorgestellt: Podologe/Podologin

Das Berufsbild der Podologen

Wer eine Ausbildung zum Podologen oder zur Podologin absolviert, kann

  • in podologischen Praxen oder
  • entsprechenden Abteilungen in Krankenhäusern und Reha-Kliniken

arbeiten. Auch in Einrichtungen des Gesundheitswesens kommen Podologen zum Einsatz und sind beispielsweise in Physiotherapiepraxen tätig. Dort führen sie auf ärztliche Anordnung hin Behandlungen am Fuß durch. Dabei geht es um den Erhalt der Beweglichkeit der Füße, um das Erkennen pathologischer Veränderungen und um die Vornahme von pflegerischen Maßnahmen. Außerdem werden Orthosen angefertigt und Nagelprothesen angepasst. Selbstständige Podologen müssen überdies die Buchhaltung und Verwaltung ihrer Praxis übernehmen.

Gehalt als Podologe/Podologin

Podologen verdienen je nach Erfahrung bis zu 2.500 Euro brutto im Monat. Selbstständige Podologen liegen durchschnittlich bei ca. 2.330 Euro brutto, Angestellte verdienen rund 2.100 Euro brutto im Monat. Die Summen schwanken je nach Arbeitgeber, Bundesland und Anzahl der Patienten, die von einem selbstständigen Podologen versorgt werden.

Karrierechancen für Podologen

Podologen können sich zum Beispiel in den Bereichen Fußpflege oder Hygiene im Gesundheitsbereich weiterbilden und verbessern damit ihre individuellen Karrierechancen. Durch Aufstiegsweiterbildungen können auch Führungspositionen erreicht werden, hier kommt die Prüfung zum Fachwirt/zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen in Betracht.

Auch ein Bachelor im Fach Gesundheitsökonomie oder im Gesundheitsmanagement ist möglich. Ausgebildete und praxiserfahrene Podologen können überdies eine eigene Praxis für medizinische Fußpflege oder Podologie eröffnen.

Video: Eure Fragen an eine Psychotherapeutin || Voraussetzungen, Therapeutenausbildung, Finanzierung & mehr

Finanzierung und Förderung der therapeutischen Ausbildung (Video)

Therapeutische Ausbildungen sind unter bestimmten Voraussetzungen förderfähig.

Förderung durch BAFöG

Zum einen besteht die Möglichkeit, bei einer Vollzeitausbildung von drei Jahren Dauer BAföG zu beantragen. Dieses muss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden, der Anspruch ist im Berufsausbildungsförderungsgesetz geregelt. Wichtig ist zum Beispiel, dass der Antragsteller das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Bei sehr guten Erfolgen in der Ausbildung bzw. bei der Prüfung kann es sogar sein, dass das BAföG (als Berufsausbildungsbeihilfe) nicht oder nur anteilig zurückgezahlt werden muss. Es handelt sich in dem Fall um einen Zuschuss und nicht mehr um eine rückzahlungspflichtige Förderung.

Finanzierung über einen Bildungskredit

Möglich ist es auch, therapeutische Ausbildungen über einen Bildungskredit zu finanzieren. Dieser kommt zum Beispiel für ein postgraduales Studium in Betracht und wird Auszubildenden zwischen dem 18. und dem 36. Lebensjahr gewährt. Das Bundesverwaltungsamt ist der Ansprechpartner für einen Bildungskredit, der bis zu zwei Jahre lang laufen kann.

Finanzierung durch den Ausbildungsbetrieb

Auch wenn die Ausbildung in vielen therapeutischen Berufen dual abläuft und damit ein Ausbildungsgehalt durch den Ausbildungsbetrieb gezahlt wird, ist es oft schwer für die Azubis, die Zeit bis zum ersten richtigen Einkommen zu überbrücken. Hier kann ein Bankdarlehen oder ein Privatkredit helfen, um Finanzlücken zu schließen. Dabei sollte darauf geachtet werden, den Kredit nur in der unbedingt nötigen Höhe aufzunehmen und die Rückzahlungsmodalitäten entsprechend dem eigenen Einkommen zu gestalten.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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