Lebenslanges Lernen: Bietet sichere Zukunft auf dem Arbeitsmarkt

Digitalisierung und mehr: Lebenslanges Lernen ist mehr denn je unerlässlich, wer bis zur Rente einen sicheren Arbeitsplatz haben möchte. Deshalb an dieser Stelle wichtige Tipps für eine gute Zukunft im Berufsleben.

Lebenslanges Lernen: Keine Angst vor Digitalisierung

Ein Schreckgespenst für viele Arbeitnehmer ist die Digitalisierung. Längst sind von ihr auch Arbeitnehmer betroffen, die nicht in der IT tätig sind. In nur einer Generation hat das Internet unsere Gesellschaft und Arbeitswelt völlig umgekrempelt.

Die Art zu kommunizieren oder sich zu informieren, hat sich extrem gewandelt. Um auch im Berufsleben up to date zu bleiben, sind ein paar Verhaltensweisen unerlässlich. Die gute Nachricht: Wer sich darauf einstellt und Lebenslanges Lernen beherzigt, braucht vor dem Thema Digitalisierung auch in der Arbeitswelt von morgen keine Angst zu haben.

Der Arbeitsmarkt im Jahre 2030

Das erwartet Arbeitnehmer

  • stetige Weiterbildung in digitaler Kompetenz erforderlich
  • Personalbereich wird wichtiger (persönlicher Kundenkontakt)
  • emotionale Intelligenz und Kreativität gewinnen an Bedeutung
  • in der Produktion stärkere Automatisierung und Vernetzung (Fachjargon Industrie 4.0)
  • individuelle Chancen für die Arbeit und Privatleben entdecken
  • Fachkräftemangel erfolgreich lösen

Man sieht: Für den Arbeitsmarkt in 15 Jahren ist Lebenslanges Lernen wichtiger denn je. Egal, ob man an seiner Kreativität arbeiten muss oder sich auf stärkere Automatisierung einzustellen hat.

Auch das Thema Fachkräftemangel bleibt akut. Hier müssen Arbeitnehmer Flexibilität mitbringen, um Aufgaben jenseits ihrer gelernten Tätigkeiten zu übernehmen. Was alle eint: Digitale Kompetenz ist Pflicht und diese muss in regelmäßiger Fortbildung erneuert und erlernt werden.

Emotionale Intelligenz: Was ist der Nutzen für Arbeitnehmer?

Lebenslanges Lernen hat viele Facetten. Emotionale Intelligenz ist eine Fähigkeit, die in jedem Menschen steckt. Oftmals wurde ihre Nutzung aberzogen und muss mühsam widererlernt werden. Zum Lebenslangen Lernen gehört vielfach auch das Hinterfragen und manchmal auch das Überbordwerfen von Verhaltensmustern und tradierten Werten, die in einer veränderten Zeit an Bedeutung verloren haben. (#1)

Lebenslanges Lernen hat viele Facetten. Emotionale Intelligenz ist eine Fähigkeit, die in jedem Menschen steckt. Oftmals wurde ihre Nutzung aberzogen und muss mühsam widererlernt werden. Zum Lebenslangen Lernen gehört vielfach auch das Hinterfragen und manchmal auch das Überbordwerfen von Verhaltensmustern und tradierten Werten, die in einer veränderten Zeit an Bedeutung verloren haben. (#1)

Was ist überhaupt emotionale Intelligenz? Der Psychologe Daniel Goldman prägte den Begriff seit Mitte der 90er Jahre. Er ist der Gegenpol zu fachlichem Wissen oder einem Intelligenzquotient. Beispiel: Eine Führungskraft sollte natürlich über Know-how im Aufgabenbereich verfügen. Als Ingenieur im Hochbau etwa.

Wer zusätzlich emotional intelligent und auch kulturelle Empathie zeigt, kann die Gefühle anderer Menschen wahrnehmen, verstehen und gerade im Geschäftsbereich positiv fürs Unternehmen nutzen. Das Schöne: Diese Fähigkeit kann man lernen.

Berufliches Weiterkommen durch Empathie im Job

Gute Führungskräfte sollten sich hier im Interesse des Unternehmens stetig fortbilden. Je mehr sie an sich arbeiten, umso besser können sie Gefühle von Mitarbeitern erkennen, diese richtig deuten und positiv für die Produktivität im Job nutzen. Damit fördern sie im Idealfall nicht nur Engagement und Freude am Beruf, sondern erhöhen auch den Arbeitseinsatz ihrer Mitarbeiter.

Warum wird die emotionale Intelligenz wichtiger? Weil die Technisierung unserer Arbeitswelt immer weiter voranschreitet. Je mehr Automatisierung in der Fertigung erfolgt und Technik „ohne Seele“ eingesetzt wird, umso stärker wird die zwischenmenschliche Kommunikation. Der persönliche Umgang gewinnt in der Arbeitswelt ständig an Bedeutung. Lebenslanges Lernen in diesem Bereich verbessert als Folge oft die Chancen, beruflich weiterzukommen.

Arbeitnehmer über 50: Sichere Jobs durch Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen hat vor allem zum Ziel, das Wissen um neue und für die Berufswelt bedeutsame Wissensgebiete zu erweitern. Begleitend zur beruflichen Arbeit kann ein Fernstudium die Lösung für den Wissenserwerb sein. (#2)

Lebenslanges Lernen hat vor allem zum Ziel, das Wissen um neue und für die Berufswelt bedeutsame Wissensgebiete zu erweitern. Begleitend zur beruflichen Arbeit kann ein Fernstudium die Lösung für den Wissenserwerb sein. (#2)

In jedem Lebensalter kann Lebenslanges Lernen die Möglichkeit erhöhen, bis zum Rentenalter einen attraktiven Job mit viel Verantwortung zu behalten. Hilfreich ist die eben schon beschriebene emotionale Kompetenz, beziehungsweise das Erlernen einer solchen Kompetenz, aber natürlich auch Fähigkeiten in der digitalen Arbeitswelt. Um mit den „digital natives“, der Internet-Generation, mitzuhalten und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

Ein Fernstudium muss dabei nicht wie Leistungssport betrieben werden, bietet aber wertvolle Chancen, auch jenseits des 50. Lebensjahres beruflich auf dem neuesten Stand zu bleiben. Auch die Politik wie etwa das Wirtschafts- oder Kultusministerium begrüßt derartiges Engagement, von den Unternehmen selbst ganz zu schweigen.

Das große Ziel: Sich unverzichtbar für die Firma machen

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ältere Arbeitnehmer zeigen durch Lebenslanges Lernen Einsatz und eignen sich neue Kompetenzen an. Sie machen sich im Idealfall unverzichtbar fürs Unternehmen oder behalten wenigstens eine gute Position in der Firma.

Übrigens: So wichtig es gerade für die 50+-Generation ist, up to date zu bleiben, profitiert man nicht nur beruflich davon. Wer sein ganzes Leben lernt, entwickelt sich menschlich oft zu einer positiven Persönlichkeit.

Gute Gründe für Lebenslanges Lernen (auch jenseits vom Job)

  • Top-Leistung bringen: Nur wer sich stetig weiterbildet, kann Tag für Tag eine exzellente Leistung erbringen und damit seine Chancen auf eine erfolgreiche Karriere erhöhen. Das betrifft den Software-Entwickler genauso wie den Arbeiter am Fließband. Viele werden überrascht sein, welches IT-Know-how inzwischen in unterschiedlichsten Jobs erforderlich ist.
  • Freude:Neues zu erlernen, kann richtig Spaß machen. Noch mehr, wenn dieses auch in der beruflichen Praxis Anwendung findet. Zum Beispiel Online-Tools, die in der Fortbildung noch so schwierig wirkten, gehen einem nun leicht von der Hand. Freude und Stolz pur.
  • Persönliche Reife:Lebenslanges Lernen bringt einen im Job weiter und sorgt quasi als Nebeneffekt für eine Stärkung der eigenen Persönlichkeit. Das kann etwa das Erlernen einer Fremdsprache sein, die Voraussetzung für den heiß geliebten neuen Führungsjob ist.
  • Jugend und Vitalität:Wer sich regelmäßig weiterbildet, bleibt auch im Kopf vitaler und frischer. Das Gehirn muss arbeiten und sich stets auf neue Themen und Sachbereiche einstellen. Eigenschaften, die für jeden Job notwendig sind.
  • Austausch mit Menschen:Wer sich in Bildungseinrichtungen aufhält, um Neues zu erlernen, trifft regelmäßig andere Menschen mit ihren eigenen Charakterzügen. Die Kommunikation ist fruchtbar und wenn lebendige Debatten stattfinden, profitiert jeder davon. Privat, aber eben auch an seinem Arbeitsplatz.

Methoden für Lebenslanges Lernen

Die Job-Chancen in einer Art Leistungssport durch Lernen zu verbessern, kann auf diverse Arten erfolgen: Lesen von Fachbüchern oder ein Fernstudium sind eher klassische Varianten, um sich fortzubilden. Erst mal Nachdenken über ein Problem in Job, Partnerschaft oder Freizeit ist auch niemals falsch, bevor es zu Fehlentscheidungen kommt.

Andere Meinungen anhören oder Dinge auszuprobieren, kann ebenfalls einen guten Lern-Effekt erzeugen. Viele Menschen lernen auch durch etwas vordergründig Negatives: Sie scheitern im Job.

Im Job gescheitert? Für manche das Glück ihres Lebens!

Es gibt viele Gründe fürs Scheitern im Job: Pech gehabt, selbst verschuldet oder die versprochene Beförderung wird rückgängig gemacht, weil man vielleicht kein Netzwerk in der Firma aufgebaut hat.

Wichtig ist nur, wie man mit dem Scheitern umgeht. Clevere Arbeitnehmer machen sich als Folge selbstständig und finden die Erfüllung ihres Lebens. Andere wechseln völlig die Branche und arbeiten in einer Tätigkeit, die für das persönliche Glück zufrieden stellender ist. Selbst wenn das Gehalt etwas niedriger ausfällt.

Der beste Grund, ein ganzes Leben etwas dazu zulernen

Aus einer Niederlage einen Gewinn machen: Das ist die wohl schönste Motivation für Lebenslanges Lernen. Man findet Zeit, über sich und sein Leben nachzudenken und zieht die richtigen Schlüsse daraus. Konkret kann das bedeuten, endlich aus einer Tretmühle herauszufinden, den immer gleichen Bürojob zu kündigen und etwas völlig Neues zu wagen.

Lebenslanges Lernen mit Erwachsenenbildung: Die besten Adressen für Arbeitnehmer

Für ein effizientes Lebenslanges Lernen ist nict nur das Know-How wichtig, sondern auch das Know-Where. Während Harry Potter und seine Uaberer-Kollegen in Hogwarts das gewünschte Wissen erwarben, benötigen wir im tägichen Leben zuverlässige Informationsquellen für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung unserer Pläne zur Weiterbildung. (#3)

Für ein effizientes Lebenslanges Lernen ist nict nur das Know-How wichtig, sondern auch das Know-Where. Während Harry Potter und seine Uaberer-Kollegen in Hogwarts das gewünschte Wissen erwarben, benötigen wir im tägichen Leben zuverlässige Informationsquellen für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung unserer Pläne zur Weiterbildung. (#3)

Die vorgestellten Adressen richten sich an Führungskräfte genauso wie an Mitarbeiter, die generell ihre Kompetenz im Beruf stärken möchten. Um weiter zu kommen oder um völlig neue Tätigkeiten und Arbeitswelten zu entdecken.

  1. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
    Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V.
    Heinemannstraße 12-14
    53175 Bonn
    Tel: +49 (0)228 3294 – 399
    Mail: info@die-bonn.de
  2. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zum Thema Weiterbildung:
    Zentrale Adresse:
    DIHK | Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
    Breite Straße 29
    D-10178 Berlin
    Tel: +49 30 20308-0
    Fax: +49 30 20308-1000
    Mail: info@dihk.de
    Web: www.ihk.de
  3. Haufe Akademie GmbH & Co. KG
    Munzinger Str. 9
    79111 Freiburg
    Mail: kontakt@haufe-akademie.de
    Tel: +49 761 898-4422
    Fax: +49 761 898-4423
    Web: Haufe Akademie
  4. DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH
    Alter Teichweg 19
    22081 Hamburg
    Tel: +49 40 35094-120
    Mail: information@daa.de
    Web: www.daa.de

Fazit

Unsere Arbeitswelt verändert sich dramatisch. Lebenslanges Lernen ist Grundvoraussetzung, um auch im Jahre 2030 noch einen sicheren Job zu haben und überhaupt am normalen Berufsleben teilzunehmen. Das betrifft eben längst nicht nur IT-Spezialisten, sondern auch Arbeitnehmer in Jobs der Fertigungsindustrie, die vordergründig wenig mit dem Thema zu tun haben.

Die Gründe liegen auf der Hand, die Digitalisierung und Vernetzung erreicht immer weitere Berufsfelder. So dass eine gewisse digitale Kompetenz von den meisten Beschäftigten erwartet wird. Dazu ist Lernbereitschaft von jedermann erforderlich. Verhalten, das von der Politik, egal ob Kultusministerium oder Wirtschaftsministerium, absolut begrüßt wird.

Der Faktor Mensch verliert dabei keineswegs an Bedeutung. Gerade weil unsere Arbeitswelt sich immer stärker technisiert, ist die emotionale Intelligenz ein Punkt, an dem jeder arbeiten muss. Führungskräfte wie andere Mitarbeiter. Denn hier liegt immer stärker auch ein Schlüssel zum beruflichen Aufstieg. Das technische Know-how rückt durch die fortschreitende Automatisierung in den Hintergrund und die Soft Skills wie Empathie rücken vor. Darauf müssen sich Beschäftige einstellen und dafür muss man bereits sein, sich ein ganzes Berufsleben weiterzubilden.

Lebenslanges Lernen lohnt sich. Im Beruf sowieso und in anderen Aspekten unseres Lebens auch. Wer also doppelt profitieren möchte, seine Know-how im Job erweitern will und viele neue Facetten entdecken möchte, sollte noch heute damit beginnen, für den Rest seines Lebens zu lernen. Am besten jeden Tag. Es zahlt sich aus.


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild Samo Trebizan, #1 Tatyana Dzemileva, #2 Agenturfotografin, #3 Bank Haha

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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