Deutsche Firmen in den USA: Chancen für Muttersprachler?

In den USA zu arbeiten, ist für viele Deutsche ein langgehegter Traum. Deutsche Firmen in den USA können eine mögliche Anlaufstelle für deutsche Muttersprachler sein.

Deutsche Firmen in den USA: Arbeiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Leben und arbeiten in den USA, das ist für viele Deutsche immer noch ein Traum. Die United States of America sind einfach ein Sehnsuchtsziel. Mit der USA verbindet man grenzenlose Weiten, Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Außerdem sehen viele Leute in den USA vor allem das Land der Chancen. Eine solche Chance können deutsche Firmen in den USA sein. Für deutsche Muttersprachler sind sie eine gute Anlaufstelle, wenn es darum geht, einen passenden Job in Amerika zu finden.

Deutsche Firmen in den USA. Mit der USA verbindet man grenzenlose Weiten, Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. (#01)

Deutsche Firmen in den USA. Mit der USA verbindet man grenzenlose Weiten, Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. (#01)

Deutsche Firmen in den USA: Mögliche Arbeitsplätze für deutsche Muttersprachler

Fast jeder Deutsch kennt unzählige amerikanische Firmen, die hier in Deutschland operieren.
Die Namen dieser Giganten umfassen Exxon Mobil, Bank of America, Apple und Microsoft. Und das sind nur ein paar wenige. Umgekehrt geht es aber auch: Viele deutsche Unternehmen haben sich in den USA niedergelassen. Und die hervorragenden Beziehungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sorgen für dafür, dass es immer mehr werden. Als es 2008 und 2009 zur Finanzkrise kam, litt der amerikanische Arbeitsmarkt und mit ihm auch die deutschen Unternehmen. Die Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren vom Crash erholt und Firmen, deutsch und amerikanische gleichermaßen, stellen vermehrt wieder Leute ein. Für deutsche Auswanderer, die für deutsche Firmen in den USA arbeiten wollen, stehen die Sterne also günstig.

Deutsche Firmen in den USA: In welcher Branche hat man die besten Chancen?

Die amerikanische Wirtschaft boomt: Im Jahr 2015 erreichte das Bruttoinlandsprodukt der USA unglaubliche 17,9 Billionen US-Dollar. Eine beeindruckende Zahl, dennoch hat die Industrie 2015 nicht so viele Aufträge eingeholt wie zunächst erhofft. Einige Unternehmen haben deshalb ihre Investitionen zurückgestellt und stellen kaum neue Mitarbeiter ein. Wer in den USA arbeiten will, egal ob für ein deutsches Unternehmen oder für ein amerikanisches, sollte sich bewusst sein, dass eine solche Jobsuche anstrengend und langwierig ist. Die besten Chancen hat man als Bewerber, hervorragen

Englischkenntnisse vorausgesetzt, in den folgenden Branchen:

  • Telekommunikation
  • IT
  • Multimedia
  • Entertainment
  • Security
Deutsche Firmen in den USA. Wer in den USA arbeiten will, egal ob für ein deutsches Unternehmen oder für ein amerikanisches, sollte sich bewusst sein, dass eine solche Jobsuche anstrengend und langwierig ist. (#02)

Deutsche Firmen in den USA. Wer in den USA arbeiten will, egal ob für ein deutsches Unternehmen oder für ein amerikanisches, sollte sich bewusst sein, dass eine solche Jobsuche anstrengend und langwierig ist. (#02)

Deutsche Firmen in den USA: Das sind die Top-Arbeitgeber

Bei all den amerikanischen Unternehmen auf dem europäischen Markt könnte man fast meinen, dass eine reine Expansion der Firmen von Amerika nach Europa stattfindet. Das stimmt so natürlich nicht. Tatsächlich zieht es auch immer mehr deutsche Unternehmen auf die kontinentalamerikanischen Märkte. Und die USA sind ein beliebtes Ziel.

Besonders bekannte deutsche Firmen in den USA sind natürlich alle großen Automobilkonzerne wie VW oder BMW. Aber auch der deutsche Finanzsektor ist gut in den USA vertreten mit zum Beispiel der Allianz. Für Informatiker und Programmierer eine gute Nachricht: Aus dem Bereich der Softwareentwicklung besitzen einige starke deutsche Firmen eine Niederlassung in den USA. Dazu gehören zum Beispiel SAP oder Software AG.

Solche Unternehmen können für deutsche Muttersprachler, die in den USA leben und arbeiten wollen, eine lohnende Anlaufstelle sein. Und wer bereits in einer Firma mit Niederlassung in der USA arbeitet, sollte sich intern nach einer Möglichkeit erkunden, dorthin zu wechseln. Da Kontakte nach Deutschland und deutsche Sprachkenntnisse in deutschen Firmenniederlassungen der USA nicht selten sehr gefragt sind, stellen einige Unternehmen dort wie Bosch oder Porsche gezielt Deutsche ein.

Der Umsatz der deutschen Firmen in den USA war im Jahr 2015 recht beachtlich. Zu den Topunternehmen nach Umsatz unter Berücksichtigung der Mitarbeiterzahl gehörten:

  • DHL Holdings (USA), Inc.
  • Siemens USA Holdings
  • Volkswagen Group of America
  • Fresenius Medical Care Holdings, Inc.
  • Robert Bosch, LLC
  • ThyssenKrupp USA, Inc.
  • Lufthansa Group
  • Bayer Cooperation
Da Kontakte nach Deutschland und deutsche Sprachkenntnisse in deutschen Firmenniederlassungen der USA nicht selten sehr gefragt sind, stellen einige Unternehmen dort wie Bosch oder Porsche gezielt Deutsche ein. (#03)

Da Kontakte nach Deutschland und deutsche Sprachkenntnisse in deutschen Firmenniederlassungen der USA nicht selten sehr gefragt sind, stellen einige Unternehmen dort wie Bosch oder Porsche gezielt Deutsche ein. (#03)

Deutsche Firmen in den USA: Die Frage nach der Arbeitserlaubnis

Obwohl die USA ein klassisches Einwanderungsland ist, ist die die Zulassung zum amerikanischen Arbeitsmarkt für Ausländer recht restriktiv und das nicht erst seit den Zeiten erhöhter Terrorgefahr. Kommt man als Tourist oder Geschäftsreisender ins Land, ist das Prozedere noch recht unkompliziertMan braucht lediglich für die geplante Aufenthaltszeit gültigen Reisepass, ein Ticket für den Rückflug und eine elektronische Einreiseerlaubnis. Seit dem 01.04.2016 müssen Reisepässe, die zur Einreise in die USA verwendet werden, einen integrierten elektronischen Chip besitzen, sonst benötigt der Reisende ein Visum.

Video: Wie deutsche Firmen in USA Geschaefte machen koennen.

WICHTIG!
Arbeiten darf man mit dieser Einreiseerlaubnis auf keinen Fall. Zudem ist es auch nicht zulässig, sich als Tourist während seines erklärten Urlaubs eine Arbeitsstelle zu suchen. Diese Jobsuche muss also zwangsläufig von Deutschland aus geschehen.

Für das Arbeiten in den USA gibt es unterschiedliche Visa-Klassen, deren Beantragung nicht nur mehrstufig, sondern auch kompliziert ist. In der Regel muss man, um ein solches Arbeitsvisum zu erhalten, bei der Beantragung nachweisen, dass man bereits einen Arbeitgeber beziehungsweise potenziellen Arbeitgeber hat. Grundsätzlich lassen sich diese Visa in zwei Gruppen unterteilen:

In der Regel ist das Nicht-Einwanderungsvisum der erste Schritt einer Karriere und eines Lebens in den USA. (#04)

In der Regel ist das Nicht-Einwanderungsvisum der erste Schritt einer Karriere und eines Lebens in den USA. (#04)

  • Nicht-Einwanderungsvisa
    Diese Gruppe von Visa gestatten einen Aufenthalt in der USA von bis zu fünf Jahren. Zu diesen Nicht-Einwanderungsvisa gehören auch die Arbeitsvisa der Kategorien H, L, O, P und Q. Die verschiedenen Kategorien regeln, in welchem Bereich und mit welcher Qualifikation der Einreisende tätig werden darf. Wichtig bei der Beantragung dieser Gruppe von Arbeitsvisa ist immer der potenzielle Arbeitgeber, da er bei der amerikanischen Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsbehörde USCIC eine Petition (Formular I-129) einreichen muss. Sobald diese Petition genehmigt worden ist, kann der Einreisende ein Arbeitsvisum bei einer Botschaft oder einem Konsulat in Deutschland beantragen. Darauf folgt in der Regel ein persönliches Gespräch.
  • Einwanderungsvisa
    Wer eine lange Zeit, vielleicht sogar sein ganzes Leben, in den USA verbringen und dort arbeiten möchte, benötigt ein solches Visum. Damit wird man ein ständiger Einwohner der USA und erhält die sogenannte Green Card. Um ein solches Visum zu bekommen, muss der potenziell Arbeitgeber zunächst, wie beim Nicht-Einwanderungsvisum, eine Petition beim USCIS einreichen (I-130). Wer einen Verwandten in den USA hat, kann diesen Verwandten ebenfalls mit dieser Petition beauftragen. Nach Genehmigung erfolgt dann Antragstellung auf das eigentliche Visum. In der Regel ist das Nicht-Einwanderungsvisum der erste Schritt einer Karriere und eines Lebens in den USA. Nach Ablauf der fünf Jahre kann dann das Einwanderungsvisum beantragen. Bei Interesse kann nach weiteren fünf Jahren die Staatsbürgerschaft der USA beantragen.

Bildnachweis: © Shutterstock – Titelbild: LEEDDONG – #01: Joshua Haviv – #02: Ollyy – #03: QualityHD – #04: bearsky

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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