Winn: Destruktive Haltung der Arbeitgeber ist Katalysator für Ärztemangel an Kliniken

19.10.2011 | Berlin
Keine Einigung in zweiter Tarifrunde an kommunalen Häusern

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Hon.-Prof. Dr. Kuno Winn, hat nach der ergebnislosen Vertagung der Tarifgespräche für Ärzte an kommunalen Kliniken die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberverbände (VKA) kritisiert. "Dieses unwürdige Spiel auf Zeit zerstört den Rest an Vertrauen in eine faire Tarifpartnerschaft", sagte Winn am Mittwoch in Berlin. Zudem offenbare die Haltung der Krankenhausträger eine fatale Fehleinschätzung der Lage an ihren Häusern. "Wer zu spät kommt, den bestraft der Ärztemangel in seiner ganzen Härte", sagte der Hartmannbund-Vorsitzende.Die VKA, so Winn, müsse endlich ein Signal für eine leistungsgerechte Vergütung und angemessene Arbeitszeiten setzen. Sich auf die Behauptung "geringer Spielräume" zurückzuziehen, sei unredlich und verhindere eine konstruktive Verhandlungsbasis. Winn: "Insbesondere die Forderung nach besserer Planbarkeit von Arbeitszeiten und einer Begrenzung der Bereitschaftsdienste ist unabdingbare Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit auch ein wesentlicher Faktor, um dem Ärztemangel an den Kliniken entgegenzuwirken", so Winn. Wer in diesem Sinne eine leistungsgerechte Vergütung und rechtmäßige Arbeitszeiten verweigert, werde den Ärztemangel nicht mindern, sondern weiter verschärfen.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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