Wahltarife für Versicherte

08.12.2003 | Dortmund
BIG bleibt bei günstigen 13,1 Prozent

Die BIG, Deutschlands einzige Direktkrankenkasse, wird Ihren Beitragssatz von 13,1 Prozent zum 01. Januar nicht verändern. So der Beschluss des BIG-Verwaltungsrats, der sich am heutigen Montag in Dortmund traf. "Die BIG schöpft seit Jahren Sparreserven bei den Verwaltungskosten aus und garantiert damit ihren Mitgliedern einen konstanten, deutlich spürbaren Preisvorteil", so Frank Neumann, Vorstand der BIG.

Mit Blick auf die Gesundheitsreform soll nach dem ersten Quartal 2004 geprüft werden, ob es Spielraum für eine Beitragssatzsenkung gibt. "Arbeitgeber und Versicherte werden jeden Euro einer möglichen Ersparnis sofort erhalten", betonte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Dr. Volker Geers. Geers verwies darauf, dass die BIG weiterhin erhebliche Belastungen durch den Risikostrukturausgleich (RSA) verkraften müsse. Die in seinen Augen unsinnige Verknüpfung der Behandlungsprogramme für chronisch Kranke mit dem RSA werde im kommenden Jahr zusätzlich zu Buche schlagen.

2003 schließt die BIG voraussichtlich mit einem positiven Saldo ab. Das Gesamtvolumen des BIG-Haushaltes der Krankenversicherung umfasst knapp 450 Mio. Euro. Mit einem Anteil von rd. 50 % ist der größte Haushaltsposten wie in den Vorjahren der Risikostrukturausgleich: Rund 229 Mio. Euro werden von der BIG als Stützungszahlungen an andere Kassen fließen. Scharf kritisierte Geers, dass verschuldete Kassen jetzt vier Jahre Zeit bekämen, ihre Defizite abzubauen. "Die Versicherten werden dafür bezahlen müssen, dass die Kassen über Jahre ihre Schulden vor sich her schieben. Denn in der Zukunft droht ein erheblicher Teil der Beitragseinnahmen für den Schuldendienst draufzugehen." Auf eine solche Luftnummer werde sich die BIG nicht einlassen.

Ab 2004 werden die BIG-Versicherten auch von neuen Tarifen profitieren. Die individuelle Belastung können Versicherte dann durch die Vereinbarung von Selbstbehalten oder über die Möglichkeit einer Beitragsrückerstattung steuern. "Hier legen wir äußerste Sorgfalt auf die Praktikabilität und die solide Abschätzung der finanziellen Auswirkungen", betonte Neumann. Zum Thema Zusatzversicherungen werde die BIG dem innovativen Konzept der Direktkrankenkasse folgend bedarfsgerechte, effiziente Lösungen anbieten, die z. B. einen schon bestehenden privaten Versicherungsschutz berücksichtigen.

Bonusprogramme für gesundes Verhalten lehnt die BIG allerdings ab. "Der Bonus der BIG ist der günstige Beitragssatz." Wer sich nur für ein in Aussicht gestelltes Wellness-Wochenende gesund verhält, der müsse dann auch bereit sein, ein Prozentpunkt mehr Beiträge zu zahlen.

Quelle: Pressemeldung BundesInnungskrankenkasse Gesundheit, kurz: BIG direkt gesund

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