„Verlorene Generation“: Blockierte Erwerbseinstiege in Ostdeutschland
Im Osten gibt es zu wenige Arbeitsplätze. Das Beschäftigungswachstum ist gering oder stagniert. Auch der Ersatzbedarf durch Altersabgänge aus der Erwerbstätigkeit ist nicht ausreichend. Besonders seit Mitte der neunziger Jahre prägt dies in zunehmendem Maße die Arbeitseinstiege junger Fachkräfte. Zumal die Einstiegschancen von Berufsanfängern von Jahr zu Jahr immer schlechter wurden.
Mit diesem Thema befasst sich die Podiumsdiskussion „'Verlorene Generation': Blockierte Erwerbseinstiege in Ostdeutschland“. Wir möchten Sie herzlich zu dieser Diskussion mit Expertinnen und Experten einladen. Bitte weisen Sie auch in Ihrem Medium auf diese Veranstaltung hin:
Podiumsdiskussion „'Verlorene Generation': Blockierte Erwerbseinstiege in Ostdeutschland“.
Zeit: Donnerstag, den 27. November 2008, um 18:30 Uhr
Ort: Oxymoron, Rosenthaler Str. 40/41, in den Hackeschen Höfen, 10178 Berlin
Bitte melden Sie sich bis zum 24. November per E-Mail oder Fax an.
Tatsächlich lässt sich eine Spaltung der Erwerbseinstiege der geburtenstarken Jahrgänge beobachten: Neben einem großen Teil erfolgreich ausgebildeter und weiterhin Beschäftigter gibt es eine signifikante Zahl von Personen, die länger vom Erwerbseinstieg ausgeschlossen sind oder gleich nach der Ausbildung in so genannten Maßnahmen landen. Diese Entwertung menschlicher Arbeitskraft in den neuen Bundesländern und der daraus resultierenden Abwanderung in den westdeutschen Arbeitsmarkt wird ein Folgeproblem schaffen, wenn sich die Angebots- und Nachfrage-Relation umkehrt und ein steigender Fachkräftebedarf auf drastisch sinkende Zahlen von Schulabsolventinnen und -absolventen trifft. Ob sich diese Lücke mit Hilfe der geburtenstarken Jahrgänge schließen lässt, die bereits abgewandert oder arbeitslos sind, ist fraglich. Wie also lässt sich ihre Mobilitätsbereitschaft wecken? Welchen Anforderungen müssen sich arbeitsmarktpolitische, aber auch betriebliche Maßnahmen stellen, um junge Schul- und Ausbildungsabsolvent/innen zu qualifizieren und einzuarbeiten?
Folgende Gesprächspartnerinnen und -partnern diskutieren mit Ihnen:
* Dr. Sandra Buchholz
Soziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Nach ihrem Soziologiestudium in Bielefeld beschäftigte sie sich in ihrer Doktorarbeit mit der Frage, wie sich soziale Ungleichheiten im Zuge zunehmender Arbeitsmarktflexibilisierung in Deutschland entwickeln.
* Prof. Dr. Thomas Hinz
Soziologe, Lehrstuhl für empirische Sozialforschung mit dem Schwerpunkt Demoskopie in Konstanz.
* Prof. Dr. Dr. h.c. Burkart Lutz
Soziologe, Mitbegründer und Forschungsdirektor des Zentrums für Sozialforschung in Halle, Ehrendoktor der Universität Halle, im Oktober 2008 wurde er von der DFG für „sein hervorragendes wissenschaftliches Lebenswerk“ ausgezeichnet.
* Dr. Christine Steiner
Soziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Jugendinstituts in München. In jüngster Zeit hat sie sich vor allem mit den Bedingungen und Folgen der Abwanderung ostdeutscher Jugendlicher aus ihren Heimatregionen befasst.
Quelle: Pressemeldung Technischen Universität Berlin
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