Umfrage: Beschäftigte sehen Fortschritte bei der Familienfreundlichkeit von Unternehmen
Die Beschäftigen berichten zum einen, dass familienfreundliche Maßnahmen in den vergangenen Jahren an Bedeutung in den Unternehmen und für die Geschäftsführungen gewonnen haben. Andererseits fehle aber häufig gerade bei den direkten Vorgesetzten die Akzeptanz für dieses Thema.
Zwei Drittel der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gaben an, die Arbeitgeber seien mindestens teilweise bis sehr familienfreundlich. 33 Prozent sagten, dass in den letzten zwei bis drei Jahren die Akzeptanz für familienfreundliche Maßnahmen gestiegen sei. Die Vorteile, die Unternehmen durch eine familienbewusste Personalpolitik erzielen könnten, würden jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Um zu profitieren, sollen Unternehmen gerade in der Wirtschaftskrise auf Familienfreundlichkeit setzen: "Es gibt keine günstigere Zeit für Unternehmen als jetzt in der Krise, sich rechtzeitig und konsequent als familienfreundlicher Arbeitgeber zu positionieren. Dies gelte besonders für den Mittelstand", erklärte Prof. Dieter Weidemann, Präsident der VhU. Und begründete: "Er hat die Chance, heute Wettbewerbsvorteile für morgen zu sichern. Denn wenn sich die Konjunktur erst wieder erholt hat, ist auch der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wieder voll entbrannt."
Deutlich zeigte sich auch die Bedeutung von Familienfreundlichkeit bei der Wahl des eigenen Arbeitsplatzes: Mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben bereits einmal der Familie zuliebe ihre berufliche Situation verändert oder auf einen Karriereschritt verzichtet.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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