Studie: Hochschulabsolventen starten erfolgreich ins Berufsleben

26.10.2011 | Berlin
Arbeitslosenquote bei Absolventen mit traditionellem Abschluss niedrig. Wer einen Bachelor hat, steht sogar noch besser da

Die Arbeitslosenquote liegt sowohl für Fachhochschul- als auch für Universitätsabsolventen mit traditionellen Abschlüssen - Diplom, Magister, Staatsexamen - nach einem Jahr bei 4 Prozent. Bachelors sind sogar noch seltener arbeitslos (3 Prozent, FH bzw. 2 Prozent Uni). Das zeigt die aktuelle Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF). Mehr als 10.000 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2009 wurden in einer bundesweit repräsentativen Untersuchung gut ein Jahr nach dem Examen befragt. "Die Berufsaussichten für Hochschulabsolventen sind gut und werden sich wegen des Fachkräftemangels weiter verbessern", betonte Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung. "Wir haben mit dem Hochschulpakt und dem Ausbau der Studienplätze die richtige Antwort auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes gegeben."

Die Ergebnisse belegen, dass den meisten Hochschulabsolventen der Berufseinstieg gut gelingt: Auch der Anteil derjenigen, die in beruflichen Positionen unterhalb ihres Qualifikationsniveaus arbeiten, ist gering. Nur drei Prozent der erwerbstätigen Fachhochschulabsolventen und fünf Prozent der erwerbstätigen Universitätsabsolventen mit Diplom, Magister oder Staatsexamen arbeiten in solchen Positionen. "Damit fällt der Berufsstart im Vergleich zum vier Jahre zuvor befragten Jahrgang 2005 noch besser aus", so Projektleiter Kolja Briedis. Im Vergleichszeitraum sind auch die Brutto-Jahresgehälter für Vollzeitbeschäftigte erkennbar angestiegen. Nachdem das durchschnittliche Einstiegsgehalt der Absolventen vor vier Jahren noch rund 33.000 Euro betrug, verdienen sie nun im Durchschnitt 37.250 Euro (FH) bzw. 37.500 Euro (Uni). Zwischen den Fachrichtungen unterscheiden sich die Einkommen jedoch deutlich. Spitzenverdiener sind die Mediziner mit knapp 50.000 Euro pro Jahr, Absolventen geisteswissenschaftlicher Fächer oder der Sozialpädagogik starten dagegen mit rund 27.000 Euro pro Jahr ins Erwerbsleben.

Bachelorabsolventen schließen nach dem Abschluss oft ein weiteres Studium an. 77 Prozent der Bachelors von Universitäten und 53 Prozent der Bachelors von Fachhochschulen haben ein Jahr nach dem Abschluss ein weiteres Studium - in der Regel ein Masterstudium - aufgenommen. Rund 90 Prozent von ihnen konnten an ihrer Wunschhochschule weiterstudieren. "Das belegt: Die bisherige Sorge um die Zulassung zum Masterstudium ist im Normalfall unbegründet", erläutert Mitautor Gregor Fabian. Die Bachelorabsolventen schließen vor allem aus Gründen der persönlichen Motivation ein Masterstudium an und seltener deshalb, weil sie die Berufsaussichten mit einem Bachelorabschluss skeptisch beurteilen würden.

Wichtiger ist den weiterstudierenden Bachelorabsolventen die persönliche Weiterbildung, der Wunsch nach einer Spezialisierung oder das Ziel, mit dem weiteren Abschluss den eigenen fachlichen und beruflichen Neigungen nachgehen zu können. Gegen ein Masterstudium entscheiden sich Bachelors vor allem, weil sie den Wunsch haben, Geld zu verdienen, weil sie ein festes Berufsziel im Blick haben und weil sie mit ihrem Bachelorabschluss gute Berufsaussichten verbinden.

Bachelorabsolventen, die nicht weiterstudieren, gelingt der Berufsstart überwiegend gut. Dies gilt vor allem für Bachelorabsolventen von Fachhochschulen. Nur sieben Prozent der erwerbstätigen Bachelors arbeiten ein Jahr nach dem Abschluss in Positionen, die unterhalb ihres Qualifikationsniveaus liegen. Auch die Starteinkommen liegen mit durchschnittlich 33.650 Euro trotz der kürzeren Regelstudienzeit nur etwa zehn Prozent unter denen der Fachhochschulabsolventen mit Diplom.

Für den Berufsstart der Bachelorabsolventen von Universitäten ergibt sich ein differenzierteres Bild. In vielen Fachrichtungen fallen die Unterschiede zwischen alten und neuen Abschlüssen eher gering aus. Beispielsweise liegen die Starteinkommen für Bachelorabsolventen der Wirtschaftswissenschaften bei 33.000 Euro; Absolventen mit Diplom verdienen 37.500 Euro. Probleme beim Berufseinstieg haben in erster Linie Bachelorabsolventen der Geisteswissenschaften. So ist hier etwa jeder Vierte ein Jahr nach dem Abschluss unterqualifiziert beschäftigt.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Dieser Beitrag wurde bisher 105 mal gelesen.
(Rang 1436 auf arbeitsmarkt-news.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Mercedes-Benz Werk Mannheim verbucht gutes Jahr 2011

400 mal gelesen. Rang 37 auf arbeitsmarkt-news.de.

22.11.2011 | Motorenwerk bis Jahresende gut ausgelastet Neuer Motor OM471. Benchmark bei Kraftstoffverbrauch, Robustheit...

weiter in Mercedes-Benz Werk Mannheim ...

ARAG North America - "Center of Excellence"

392 mal gelesen. Rang 40 auf arbeitsmarkt-news.de.

14.11.2011 | ARAG N.A. zählt zum dritten Mal zu den besten Arbeitgebern

weiter in ARAG North America - "Center of ...

Attraktiver Partner für den Vertrieb

308 mal gelesen. Rang 74 auf arbeitsmarkt-news.de.

11.11.2011 | Die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe ist sowohl für ihre Ausschließlichkeits- agenten als auch für freie...

weiter in Attraktiver Partner für den ...



Aktuelles

Achter Familienbericht Zeit für Familie: Viel Pragmatismus, wenig Innovation

Anlässlich der heutigen Beratung des Achten Familienberichts...

weiter ...

Mainz macht Medienzukunft

Medienwirtschaft, Wissenschaft und Politik arbeiten am...

weiter ...

Neuigkeiten

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...

weiter ...

EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet

EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim...

weiter ...

Weitere Themen

Mercedes- Benz Werk Mannheim verbucht gutes Jahr 2011

Motorenwerk bis Jahresende gut ausgelastet Neuer Motor...

weiter ...

ARAG North America - Center of Excellence

ARAG N.A. zählt zum dritten Mal zu den besten Arbeitgebern

weiter ...

Archiv

Gleiche Rahmenbedingungen für alle Freiwilligendienste

EKD-Bevollmächtigter würdigt Erfolgsgeschichte der...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Verschiedenes

Sind Geschenke Bestechung?

Ein Geschenk in Ehren kann niemand verwehren. Dass dies...

weiter ...

Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag bei der Honorararztregelung muss weg!

Die Vergütungssituation der internistisch tätigen Belegärzte...

weiter ...