Spitzentreffen Frauenquote: Genug der Worte
In Sachen Frauenquote für Aufsichtsräte dürfen wir uns nicht länger mit Brosamen abspeisen lassen. Sich abzeichnende Quoten-Zusagen im zweistelligen Bereich sind nicht per se ein Erfolg. In Fachkreisen ist man sich einig, dass sich in männlichen Führungsetagen erst dann wirklich etwas ändert, wenn mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sind.
Anstatt sich wieder auf halbherzige Versprechungen seitens der Wirtschaftsvertreter einzulassen muss Frau Schröder endlich den Mut aufbringen, eine feste gesetzliche Quote vorzugeben. Eine Forderung, der sich sogar ihre Kolleginnen der Frauengruppe der Unions-Bundestagsfraktion anschließen. Doch auch sie müssen nachlegen und endlich klare Vorgaben benennen.
In unserem Gesetzentwurf zur geschlechtergerechten Besetzung von Aufsichtsräten fordern wir ab 2017 eine gesetzliche Geschlechterquote für Aufsichtsräte von mindestens 40 Prozent für börsennotierte Unternehmen und Unternehmen mit Arbeitnehmermitbestimmung. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, greifen Sanktionen. Die Kompetenz der Frauen nicht ausreichend zu nutzen ist ein Luxus, den sich Unternehmen vor dem Hintergrund des Fach- und Führungskräftemangels nicht länger leisten können. Frauen stärker zu fördern und zu befördern ist also nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit.
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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