Sommerferien lassen die Zahl der schwerbehinderten Menschen ohne Arbeit im August steigen

16.09.2010 | Münster
Die Zahl der schwerbehinderten Menschen ohne Arbeit ist im August wieder stärker gestiegen. Das zeigt der jüngste Bericht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Danach waren Ende August 22.019 schwerbehinderte Menschen in Westfalen-Lippe ohne Arbeit (13.510 Männer und 8.509 Frauen). Das sind 342 mehr als im Juli.

In den Sommerferien sinkt die Arbeitskräftenachfrage und die Arbeitslosigkeit steigt daher gerade im August normalerweise an "nahm LWL-Sozialdezernent Matthias Münning Stellung zur Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in Westfalen". In diesem Jahr sank die allgemeine Arbeitslosigkeit aber bundesweit um 0,11 Prozent. Dagegen ist die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat leider gestiegen, bundesweit um 1,3 Prozent, in Westfalen-Lippe um 1,5 Prozent. Die Arbeitskräftenachfrage im August kam vor allem aus den Bereichen der Leiharbeitnehmer, der Gesundheitsberufe und dem Bau- bzw. Baunebengewerbe. Diese Branchen bieten traditionell wenig Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen, darin liegt sicherlich eine Ursache für die schlechteren Zahlen bei den schwerbehinderten Arbeitslosen. Das LWL-Integrationsamt Westfalen wird auf jeden Fall seine Anstrengungen fortsetzen, die Einstellung ar-beitsloser schwerbehinderter Menschen mit seinen Beratungs- und Förderleistungen für Arbeitgeber in Westfalen-Lippe zu unterstützen".

Das LWL-Integrationsamt hat die Aufgabe, private und öffentliche Arbeitgeber dabei zu unterstützen, Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Neben der technischen Ausstattung behinderungsgerechter Arbeitsplätze bildet die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber einen Schwerpunkt in der Arbeit der LWL-Abteilung

Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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