"In der Krise erst recht"
Herr Rudolph, der Wirtschaftskrise zum Trotz ist die Zahl der Ausbildungsplätze bei der Allianz erneut gestiegen. Das müssen Sie näher erklären.
Stephan Rudolph: Zunächst einmal möchte ich betonen, dass sich die Allianz immer schon als Ausbildungsunternehmen verstanden hat. Unser Management nimmt eine hochwertige Ausbildung sehr ernst und wir sind mit hauptberuflichem Ausbildungspersonal und entsprechender Infrastruktur sehr professionell aufgestellt.
Das Ausbildungs-Programm gerade jetzt in der Krise herunterzufahren, wäre schlichtweg kurzsichtig. Die Auszubildenden, die wir nächstes Jahr einstellen, sind 2013 mit ihrer Ausbildung oder ihrem Studium fertig - wir denken da immer einen Zeitraum von drei Jahren voraus. Wir müssen zukunftsorientiert handeln und uns vor allem an den künftigen Rahmenbedingungen orientieren.
Sie spielen auf die demografische Entwicklung an.
Ja, die demographische Entwicklung spielt natürlich in unserer Planung eine große Rolle. Heuer und im kommenden Jahr ist der Bewerbermarkt noch einigermaßen gut gefüllt, weil die Gymnasiums-Abgänger von G8 und G9 gemeinsam mit der Stellensuche beginnen. 2012 wird sich der demographische Knick aber schon viel deutlicher zeigen. Gerade jetzt ist es also wichtig, gute und motivierte Berufsanfänger zu gewinnen.
Und schon allein damit wir in der Allianz eine ausgewogene Altersstruktur bewahren, müssen wir für qualifizierten Nachwuchs sorgen. Für eine gute Unternehmenskultur ist das unerlässlich.
Wo setzt die Allianz 2010 Schwerpunkte im Ausbildungsangebot?
Die meisten Ausbildungsplätze bieten wir für das Berufsbild "Kaufleute für Versicherung und Finanzen" an - insgesamt 369. Darüber hinaus stoßen aber vor allem die dualen Studiengänge auf immer größeres Interesse. Wir bieten 93 Studienplätze zum Bachelor Versicherung für Anschlussfunktionen in unseren Stabstellen im Betrieb und Vertrieb.
Für junge Leute, die die betriebswirtschaftliche Perspektive mit der technischen verbinden möchten, gibt es außerdem 18 Studienplätze im Fach Wirtschaftsinformatik. Darüber hinaus bereiten wir 29 Kaufleute für Bürokommunikation und sieben Köche auf ihre Berufe vor.
Welche Qualifikationen erwarten Sie von den Bewerbern?
Für viele der angebotenen Ausbildungsplätze ist ein Abiturabschluss Voraussetzung. Allein schon deshalb, weil der Nachwuchs für den Vertrieb in unserer Planung sehr wichtig ist und in diesem Job ein gewisses Alter vorausgesetzt wird. Wir bieten aber auch Realschülern interessante Möglichkeiten.
Wichtige Anforderungen an unsere Auszubildende sind unter anderem ausgeprägte Kundenorientierung, Eigeninitiative, Kommunikationsstärke, eine schnelle Auffassungsgabe und Interesse am Verkaufen.
Und was können die Bewerber von der Allianz erwarten?
Eine hochqualifizierte Ausbildung mit hervorragendem Ruf, vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben und nicht zuletzt eine im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen attraktive Vergütung mit diversen Zusatzleistungen. Außerdem gute und günstige Mitarbeiterkantinen, Gleitzeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, eine hervorragende Teamkultur und tolle Kollegen. Die Allianz ist top im Job - das zeigt auch der gleichnamige Film auf unserem Ausbildungsportal.
Wie sieht es mit der Übernahme von Auszubildenden in ein Angestelltenverhältnis aus?
Wer gute Ausbildungsergebnisse und die entsprechende Eignung für das gewünschte Einsatzgebiet mitbringt, hat gute Chancen auf eine Übernahme - ganz besonders gilt das für den Vertrieb. Aber auch im Betrieb haben wir in den vergangenen Jahren den meisten unserer Auszubildenden Arbeitsverträge angeboten, wenn auch überwiegend nur befristet.
2009 konnten wir erfreulicherweise von den zunächst befristeten "Jungsachbearbeitern" über 260 in ein festes Angestelltenverhältnis übernehmen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren - schon angesichts der demografischen Rahmenbedingungen - mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen.
Quelle: Pressemeldung Allianz
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