Hartmannbund begrüßt positive Signale des Bundeskanzlers

22.01.2001 | Berlin
Dr. Thomas: "Die Krankenkassen mauern schon wieder!"

Die "dringend notwendige Abkehr von ihrem monetären Tunnelblick" hat Dr. med. Hans Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, von den gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Er nahm damit Stellung zu dem "Brandbrief" der Krankenkassen, mit dem diese den Bundeskanzler aufgefordert hatten, in Fragen der bestehenden Budgets hart zu bleiben.

Wenn Bundeskanzler Schröder im Gespräch mit hochrangigen Ärztevertretern zugesichert habe, bestehende Budgetregelungen vorurteilsfrei überprüfen zu wollen, sei dies "ein wichtiges und begrüßenswertes Signal, das dem deutschen Gesundheitswesen möglicherweise den Weg in die richtige Richtung weisen kann", stellte Dr. Thomas fest. Offenbar habe der Bundeskanzler erkannt, daß die seit langem vorgetragenen Argumente der Ärzteschaft gegen die Budgetierungs-Maßnahmen "wohl durchdacht und wohl begründet sind", erklärte der Hartmannbund-Vorsitzende, der zudem unterstrich, daß "medizinischer Fortschritt und demographischer Wandel geradezu nach einer finanziellen Neuorientierung im deutschen Gesundheitswesen schreien."

Wenn dann aber die gesetzlichen Krankenkassen "in einer Art Pawlow-Reflex und offenbar höchst alarmiert meinen, ausgerechnet dem Bundeskanzler Vorschriften für die von ihm selbst angebotenen Gespräche machen zu können", zeuge dies von einem "Alleinvertretungs-Anspruch" der gesetzlichen Krankenkassen, der durch nichts gerechtfertigt sei.

"Die Ärzteschaft ist der Gesprächspartner, wenn es darum geht, sinnvolle Weiterentwicklungen im deutschen Gesundheitswesen ideologie- und emotionsfrei zu diskutieren", so Dr. Thomas. Dies habe auch der Bundeskanzler in dankenswerter Weise erkannt, der im Umkehrschluß auf die absolute Gesprächsbereitschaft der deutschen Ärzteschaft vertrauen könne und sich durch das "Gezeter der gesetzlichen Krankenkassen" nicht beirren lassen sollte.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

Dieser Beitrag wurde bisher 122 mal gelesen.
(Rang 883 auf arbeitsmarkt-news.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

"Gleiche Rahmenbedingungen für alle Freiwilligendienste"

375 mal gelesen. Rang 48 auf arbeitsmarkt-news.de.

23.11.2011 | EKD-Bevollmächtigter würdigt Erfolgsgeschichte der freiwilligen Dienste

weiter in "Gleiche Rahmenbedingungen für alle ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

424 mal gelesen. Rang 28 auf arbeitsmarkt-news.de.

21.11.2011 | vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an den Kosten der Energiewende

weiter in Netzentgelte: Regierung schröpft ...

Aus BKK Dr. Oetker wird Heimat Krankenkasse

07.11.2011 | Die BKK Dr. Oetker ändert zum 1. Januar 2012 ihren Namen und ihr äußeres Erscheinungsbild

weiter in Aus BKK Dr. Oetker wird Heimat ...



Aktuelles

Achter Familienbericht Zeit für Familie: Viel Pragmatismus, wenig Innovation

Anlässlich der heutigen Beratung des Achten Familienberichts...

weiter ...

Mainz macht Medienzukunft

Medienwirtschaft, Wissenschaft und Politik arbeiten am...

weiter ...

Neuigkeiten

Neue Energie für Bayern - WSB Unternehmensgruppe eröffnet Büro in Oberfranken

Die WSB Unternehmensgruppe weitet ihr Engagement für die...

weiter ...

EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet

EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim...

weiter ...

Weitere Themen

Mercedes- Benz Werk Mannheim verbucht gutes Jahr 2011

Motorenwerk bis Jahresende gut ausgelastet Neuer Motor...

weiter ...

ARAG North America - Center of Excellence

ARAG N.A. zählt zum dritten Mal zu den besten Arbeitgebern

weiter ...

Archiv

Gleiche Rahmenbedingungen für alle Freiwilligendienste

EKD-Bevollmächtigter würdigt Erfolgsgeschichte der...

weiter ...

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

Verschiedenes

Sind Geschenke Bestechung?

Ein Geschenk in Ehren kann niemand verwehren. Dass dies...

weiter ...

Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag bei der Honorararztregelung muss weg!

Die Vergütungssituation der internistisch tätigen Belegärzte...

weiter ...