Freudenberg vergibt den "We all take care"-Award für Arbeits- und Gesundheitsschutz

21.07.2009 | Weinheim
Ist der Schreibtischstuhl in der richtigen Höhe eingestellt? Ist die Beleuchtung am Arbeitsplatz korrekt? Freudenberg- Mitarbeiter in Kerkerade, Niederlanden haben alle gesundheitlichen Aspekten an ihren einzelnen Arbeitsplätzen analysiert und bewertet.

Mit dieser Initiative ist dieses Projektteam für Gesundheitsmanagement der diesjährige Sieger des "We all take care"-Awards für Arbeits- und Gesundheitsschutz von Freudenberg. Die Gewinner aus aller Welt wurden heute in Weinheim ausgezeichnet.

"Die "We all take care"-Auszeichnung ist der wichtigste Preise für alle Freudenberg- Mitarbeiter auf der Welt", sagt Dr. Martin Stark, Mitglied der Unternehmensleitung.

"Trotz strikten Kostenmanagements gilt für uns: an der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie dem Schutz der Umwelt dürfen und werden wir nicht sparen."

Preisträger 2008

Mit dem simplen aber effektiven Projekt hat der Standort der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik in Kerkerade, Niederlande, den Sprung auf Platz 1 geschafft. Die sechsköpfige Jury entschied sich für das Projekt, bei dem konsequent und systematisch der Aspekt der Mitarbeitergesundheit in das bisherige System von Arbeitssicherheit und Umweltschutz integriert wurde.

Den zweiten Platz belegte KE-Burgmann, die an verschiedenen Standorten mit dem Projekt "15 Sekunden" einen Beitrag zur Sicherheitskultur leisten. Die Idee hinter dem Projekt ist so einfach wie überzeugend. Bevor ein Mitarbeiter einen neuen Arbeitsschritt beginnt, soll er sich einen kurzen Moment Zeit nehmen, um über Aspekte wie Sicherheit, aber auch zum Beispiel Qualität und Effizienz, nachzudenken. Die entscheidende Botschaft lautet, "denken bevor man handelt", 15 Sekunden ist dabei der symbolische Zeitraum fürs Innehalten und Nachdenken.

Der dritte Preis geht in diesem Jahr nach Italien. In Novedrate, dem Hauptsitz der Freudenberg Politex, wird mit dem Projekt "Wärmenutzung bei der Produktion von Stapelfaservliesstoffen" ein gutes Beispiel für Umweltschutz durch Energieeinsparung gegeben. Das Heißwasser der neu installierten Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, das als "Abfallprodukt" gilt, wird für den weiteren Produktionsprozess genutzt. Dieses Wasser wird in Wärmeenergie umgewandelt und bei zwei Produktionslinien zum Trocknen des Vliesstoffes eingesetzt. Da im Zuge des Projekts auch die Luftströme beim Trocknungsprozess analysiert wurden, konnten durch die Maßnahmen der Gasverbrauch pro Produktionslinie um 16 Prozent gesenkt und damit deutlich Kosten gespart werden. Auch der Umweltaspekt ist beachtlich: aufs Jahr hochgerechnet ergibt sich allein durch diese Maßnahme eine CO2-Einsparung von 770 Tonnen.

Im Bereich "Best Follower" geht der erste Preis an Auszubildende von Klüber in München, die die Mitarbeiter für das Thema Gesundheit begeistert haben. Die 35 Azubis recherchierten akribisch im Archiv der "We all take care"-Projekte der vergangenen Jahre und fanden dabei eine Reihe von Antworten. Diese wurden ausgewertet und daraus ein eigenes Konzept entwickelt - oder besser, sogar zwei Konzepte. Eine der Azubi-Gruppen kümmerte sich nämlich speziell ums Thema "Gesunde Ernährung", ein zweite beschäftigte sich mit dem Komplex "Stressbewältigung durch Sport und Bewegung". Die Maßnahmen reichten vom sportlichen Wochenplaner mit einfachen Übungen für den täglichen Bedarf bis hin zur Ernährungsaufklärung mit praktischen Beispielen in der Kantine.

Den zweiten Preis beim "Best Follower Award" gewann einer der jüngsten Freudenberg-Standorte. Im Jahr 2007 erwarb Freudenberg Haushaltsprodukte mehrheitlich den langjährigen Partner S. Marino Manufactoring Ltd. und stand vor der Herausforderungen, die kanadischen Standorte in puncto Arbeitssicherheit heranzuführen.

Jährlich beteiligen sich mehrere hundert Teams mit Ideen und Projekte an dem "We all take care" Programm, das an mehr als 170 Standorten in 53 Ländern, von Norwegen bis Südafrika, von Argentinien bis China durchgeführt wird. Es ruft jeden einzelnen Mitarbeiter dazu auf, die Arbeitssicherheit für sich und für seine Kollegen zu erhöhen, die Gesundheit noch besser zu schützen und den Umweltschutz zu verbessern.

Quelle: Pressemeldung Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft

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