Firmengründung: Elektronisches Handelsregister bei Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen

19.06.2006 | München
Westfalens Amtsgerichte bearbeiten ab Sommer 2006 alle Vorgänge rund um die Handelsregister nur noch elektronisch: Anträge, Einträge und Auskünfte laufen ausschließlich via Internet oder elektronischen Rechtsverkehr und lösen Papiereintragungen ab. Die Zeiten für die Bearbeitung von Anträgen sinken dadurch deutlich und Registerauskünfte können rund um die Uhr eingeholt werden.

Mit der Lösung von Siemens Business Services ist Nordrhein-Westfalen (NRW) nicht nur bundesweit, sondern auch europaweit Vorreiter.

"Mit dem elektronischen Handelsregister leistet die Justiz einen hervorragenden Beitrag zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung", sagte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Die Siemens Business Services-Lösung sei ein "Baustein der Entbürokratisierung".

Benötigten die Gerichte in Zeiten des Papierregisters im Schnitt noch 27 Tage für die Bearbeitung von Anträgen, schaffen sie es künftig in weniger als einem Tag. Und schon heute steht die Internet-Registerauskunft an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr offen - auf Öffnungszeiten der Gerichte ist niemand mehr angewiesen, der Auskünfte aus dem Handelsregister benötigt.

Firmengründer stellen in Zukunft per E-Mail oder Internet ihre Anträge, die das Gericht ausschließlich als "elektronische Akte" bearbeitet. Siemens Business Services hat die IT-Architektur des elektronischen Handelsregisters entworfen, dessen Kern eine zentrale Datenbank ist, auf die alle Mitarbeiter der Gerichte zugreifen können. Sie können elektronisch die Anmeldungen verarbeiten, Einträge vornehmen, Veröffentlichungen in den Printmedien anstoßen und Rechnungen erstellen. Alle Daten aus dem früher genutzten Papierregister wurden bereits in das elektronische Archiv übertragen

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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