EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet
Die Omnibusproduktion der EvoBus GmbH in Mannheim ist bis Jahresende gut ausgelastet. Entsprechend ist die Beschäftigung am Standort gesichert. In Summe wird sich die Stückzahl in Mannheim produzierter Stadt-, Überland- und Reisebussen im Jahr 2011 allerdings unter dem Niveau des Vorjahres bewegen. Daimler Buses rechnet für das Gesamtjahr 2011 mit dem niedrigsten Busmarkt-Volumen in Europa seit 13 Jahren. Vor allem der europäische Stadtbusmarkt bleibt weiterhin schwach, was sich entsprechend in niedrigen Absatzzahlen zeigt. Hauptgrund für die schwache Nachfrage ist die angespannte Haushaltslage der öffentlichen Hand. Einige Großaufträge im Stadtbusgeschäft, wie beispielsweise die Lieferung von 300 Mercedes-Benz Citaro nach Singapur, wirkten sich aber positiv auf die Auslastung im Werk aus.
Zudem erzielten die Marken Mercedes-Benz und Setra im Reise- und Überlandsegment über das Gesamtjahr ein leichtes Plus. Diese Entwicklung führte ebenfalls zu einer guten Auslastung in der Mannheimer Produktion von Rohbaukarossen.
Wolfgang Hänle, Geschäftsführer Produktion Daimler Buses und verantwortlich für den Busstandort Mannheim: "In Summe werden wir das Jahr 2011 am Standort Mannheim gut abschließen und die Vollbeschäftigung unserer rund 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dank des flexiblen Produktionssystems sichern. Denn wir haben wieder ein typisches, sprich sehr saisonales Busjahr erlebt. Die Stadtbusproduktion ist im zweiten Halbjahr von einer deutlich höheren Auslastung geprägt, wobei wir das schwache erste Halbjahr nicht aufholen konnten. Trotzdem haben wir die Wochenarbeitszeit im Werk bis Jahresende auf 52 Wochenstunden erhöht und fahren Samstagsschichten. Das geht aber nur mit einer so ausgezeichneten Mannschaft wie hier im Mannheimer Buswerk."
Beim Thema Ausbildung und Nachwuchssicherung arbeiten die EvoBus GmbH und das Mercedes-Benz Motorenwerk in Mannheim eng zusammen: Am gemeinsamen Standort beschäftigen die beiden Unternehmen insgesamt 370 Auszubildende, die im Anschluss in den drei Produktbereichen Motoren, Gießerei und Omnibus übernommen werden. Damit ist der Standort einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. Im Januar schlossen bereits 42 Auszubildende erfolgreich ihre Ausbildung ab, ehe im Juli noch einmal 68 weitere junge Menschen folgten. Erst im September 2011 haben 124 Azubis mit ihrer Berufsausbildung begonnen.
EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim weiter aus
Das Buswerk Mannheim spielt eine wichtige Rolle im europäischen EvoBus Produktionsverbund: Rund 900 Mitarbeiter produzieren dort Rohbaukarossen für Mercedes-Benz Stadt-, Überland- und Reisebusse sowie für Setra Überland- und Reisebusse. Im Laufe des Jahres 2011 hat EvoBus den Standort weiter gestärkt und das "Kompetenzcenter Rohbau" weiterentwickelt: In Mannheim sind alle Arbeitsschritte konzentriert, in denen aus angelieferten Rohbauteilen fertige Rohbaukarossen geschweißt und montiert werden. Nach einer nur sechsmonatigen Umbauphase in der Stadtbuslinie fertigen die Mitarbeiter jetzt die Karossen in zwei parallel laufenden Linien. Hiermit wurden sämtliche Logistikprozesse verbessert und eine deutliche Effizienzsteigerung erzielt. Gleichzeitig sind in Mannheim die Montage und das Finish für alle Mercedes-Benz Stadt- und Hybridbusse angesiedelt. In Summe ist der Standort das Kompetenzcenter beim Thema Mercedes-Benz Stadtbusse, das heißt Entwicklung, Produktion und Vertrieb sind dort ebenso konzentriert wie alle Bus-Aktivitäten beim Thema Alternative Antriebe.
"Es war für unser Buswerk in Mannheim ein sehr wichtiger Schritt, dass wir das europäische Kompetenzcenter Rohbau hier am Standort konzentrieren. Dadurch können wir Abläufe in der Logistik und der Produktion harmonisieren, vereinfachen und damit in Summe optimieren. Gleichzeitig bleiben wir in Mannheim durch die enge Kooperation und Verzahnung der einzelnen Standorte sehr flexibel", sagt Wolfgang Hänle.
Omnibus-Weltpremiere in Mannheim: Der neue Mercedes-Benz Citaro ist da!
Die Erfolgsgeschichte schlechthin ist für die Mannheimer Busbauer der Mercedes-Benz Citaro: In 13 Produktionsjahren verkaufte Daimler Buses rund 32.000 Fahrzeuge der ersten Generation und machte den Citaro so zum erfolgreichsten Linienbus aller Zeiten. Im Mai 2011 ging der komplett neu entwickelte Citaro an den Start und feierte seine Weltpremiere im Werk. Die ersten Busse aus Serienproduktion rollten Ende August aus den Mannheimer Werkhallen. Mitte September wurde dann das erste Kundenfahrzeug an ein privates Omnibusunternehmen ausgeliefert. Das neue Flagschiff "Made in Mannheim" setzt bei Qualität, Sicherheit, Effizienz, Komfort und Design neue Maßstäbe. Zudem überzeugt der neue Citaro durch hohe Wirtschaftlichkeit bei Kraftstoffverbrauch und Service.
Citaro-Hybridbusse gehen ab dem Jahr 2012 in Serienfertigung
Umweltfreundlichen öffentlichen Personennahverkehr will das Mannheimer Buswerk mit gestalten und setzt voll auf neue Bus-Konzepte: Mittlerweile sind 45 Mercedes-Benz Citaro G BlueTec Hybridbusse ausgeliefert und bei Kunden im Einsatz, wie zum Bespiel bei der Hamburger Hochbahn oder im Landkreis München. Ab dem Jahr 2012 werden die Hybridbusse komplett in die Serienproduktion im Mannheimer Werk integriert und laufen dann über die gleiche Fertigungsstrasse wie rein diesel-betriebene Citaro-Busse.
Bei dem Citaro G BlueTec Hybrid handelt es sich um den bislang einzigen Hybridbus, der bei topografisch idealen Bedingungen bis zu zehn Kilometer lange Streckenabschnitte rein elektrisch ohne Dieselmotor fahren kann und nahezu geräuschlos Haltestellen anfahren kann. Den Antrieb übernehmen vier elektrische Radnabenmotoren, die ihren Strom aus einer der weltweit größten Lithium-Ionen-Batterien im mobilen Einsatz beziehen. Dieser Strom wird über Bremsvorgänge gewonnen und kann bei Bedarf auch über einen Generator erzeugt werden, der durch einen für diese Fahrzeugklasse vergleichsweise kleinen Dieselmotor angetrieben wird. Experten sprechen bei diesem Konzept von einem seriellen Hybridantrieb. Die Einsparung an Dieselkraftstoff und damit an CO2-Emissionen liegt bei rund 20%.
Quelle: Pressemeldung Daimler AG
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