Endlich ist Schluss mit dem Hungerlohn
Andreas Rhode, Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudenten im Hartmannbund: "Für uns gibt es an diesem Tag viel zu feiern, sechzehn Jahre gab es diese Phase der medizinischen Ausbildung, genauso lange hat der Hartmannbund dagegen gekämpft, nun sind wir endlich am Ziel."
Gefeiert werden soll um 18.00 Uhr im Grossen Konferenzraum (Raum 403, Ebene 05 Ost) der Universitätsklinik Münster. Bei der Veranstaltung können dem Dipl.-Pol. Carsten Frege, Referent für Verbands- und Berufspolitik im Hartmannbund, Fragen rund um die AiP-Abschaffung gestellt werden.
Andreas Rhode: "Wir bitten die Ärzte im Praktikum in Münster, an diesem Tag an ihrem Kittel ein Schild mit der Aufschrift: "der letzte AiP" zu tragen, damit noch einmal auf den Hungerlohn der letzten 16 Jahre aufmerksam gemacht wird." Das Schild kann unter www.jungemediziner.de heruntergeladen werden.
Am Abend auch dabei sein wird Dr. Christian-Dominik Peterlein. Er steht tagsüber als "der letzte AiP" an seinem Arbeitsplatz im Herz-Jesu Krankenhaus Hiltrup für ein Interview zur Verfügung. Dr. Peterlein ist ab dem 1. Oktober 2004 Assistenzarzt, sein Krankenhaus hat bereits einen Weiterbildungsvertrag mit ihm abgeschlossen. Das ist leider nicht überall der Fall. Anders als in den meisten Münsteraner Kliniken werden die Vivantes-Angestellten in Berlin weiter zu AiP-Tarif bezahlt. Andreas Rhode: "Ein Unding. Wofür werden 300 Millionen Euro pro Jahr bereit gestellt, wenn das Geld nicht den Ärzten im Praktikum zufließt?"
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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