Ein gesunder Umgang mit der Computermaus will gelernt sein

08.06.2011 | Gera
Wer täglich viele Stunden am PC arbeitet oder am Wochenende intensiv seiner Spielleidenschaft am Bildschirm frönt, läuft Gefahr, einen Mausarm zu bekommen. Vielen ist dafür die Bezeichnung Sekretärinnenkrankheit geläufiger, im Fachjargon RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury-Syndrom = Verletzung durch wiederkehrende Belastung) genannt.

Bemerkbar macht sich ein Mausarm durch Schmerzen in den Gelenken, im Handrücken und Unterarm. Hinzu kommen Kraftlosigkeit und Taubheitsgefühle. Irgendwann sticht jeder Mausklick, und auch alltägliche Bewegungen wie das Tragen einer Einkaufstasche werden zur Qual.

"Ursache dafür ist häufig eine dauerhafte Fehlbelastung der leicht angewinkelten Hand, die die Computermaus umschließt", sagt Gitta Heidenreich, Leiterin des KKH-Allianz Servicezentrums in Gera. "Deren Zeige- und Mittelfinger liegen erhöht, leicht gekrümmt auf der Maus und führen durch x-maliges Anklicken der Maustasten monotone Bewegungen durch." Das belastet Gelenke, Muskeln und Bindegewebe von Hand und Arm und greift Nerven an. Mögliche Folge: eine Entzündung.

Damit es nicht soweit kommt, sollte mehrmals am Tag eine Pause von der Arbeit mit der PC-Maus eingelegt werden. "Nutzen Sie diese für regelmäßige Entspannungs- und Dehnübungen", rät Gitta Heidenreich. "Schütteln Sie beispielsweise Ihre Hände aus als würden sie Wassertropfen abschlagen." Oder: Hände zur Decke strecken und wechselweise mal mit der rechten, mal mit der linken Hand in die Luft greifen als wollten Sie Äpfel pflücken. "Lassen Sie Ihre Phantasie spielen. Und sollten die Kollegen kritisch gucken, animieren Sie sie zum Mitmachen."

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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