Debeka-Gruppe setzt positive Entwicklung fort und wächst stärker als der Markt
Im Vergleich zum Markt wuchs der Bereich der privaten Vollversicherung am stärksten. Hier konnte die Debeka mehr als den halben Nettozugang der gesamten Branche für sich verbuchen und damit den ersten Platz unter den privaten Krankenversicherungen in Deutschland festigen. Durch dieses Wachstum hat die Debeka Krankenversicherung mittlerweile auch die 2-Millionen-Marke an privat Krankheitskostenvollversicherten übersprungen.
Die Beitragseinnahmen der Versicherungsunternehmen stiegen um 7,1 Prozent auf 6,716 Milliarden Euro. Damit erreichten die Koblenzer ein doppelt so hohes Wachstum wie der Durchschnitt der Branche, die bei 3,5 Prozent lag. Zusammen mit den Geldeingängen der Debeka Bausparkasse kam die Gruppe im Jahr 2005 auf Einnahmen von 9,169 Milliarden Euro (+ 3,2 Prozent). Die Bilanzsumme der Gruppe übersprang erstmals die 50-Milliarden-Marke. Sie stieg um 9,2 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro. Die Kapitalerträge stiegen um 51 Millionen auf 2.643 Millionen Euro. Durch dieses Wachstum war es der Debeka möglich, 360 neue Arbeitsplätze im Angestelltenverhältnis zu schaffen und somit die "sozial nachhaltige Unternehmenspolitik" fortsetzen, für die die Debeka im vergangenen Jahr von der Evangelischen Kirche in Deutschland erneut ausgezeichnet wurde. Insgesamt beschäftigt die Gruppe 14.159 Mitarbeiter/-innen, davon 1.224 Lehrlinge (+ 48).
Erfreut kommentierte Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungen, die Ergebnisse 2005 anlässlich der Jahrespressekonferenz: "Wir haben erneut gezeigt, dass wir dauerhaft gute Ergebnisse zugunsten unserer Mitglieder erzielen können." Als der viertgrößte deutsche Erstversicherer sei man auch für die Zukunft bestens gerüstet, führte Laue aus. Der Kostenwettbewerb nehme zwar erheblich zu, mit äußerst niedrigen Kosten sei die Debeka aber gut aufgestellt.
Für das laufende Jahr erwartet Laue wiederum ein gutes Wachstum, was die Ergebnisse aus den ersten Monaten des Jahres 2006 bestätigen. Allerdings sei die Versicherungswirtschaft wie kaum eine andere Branche neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von den Rahmenbedingungen abhängig, die Staat und Politik setzten. Daher bleibe besonders im Bereich der Krankenversicherung abzuwarten, inwieweit die Regierung bereit sei, analog der Altersvorsorge, mehr auf Kapitaldeckung zu setzen und so eine zukunftsfähige Gesundheitsvorsorge - wie sie die private Krankenversicherung beinhalte - zu stützen. Darüber hinaus ist sich Laue sicher, dass die geförderten Vorsorgeprodukte (Basisrente, Förderrente und Betriebsrenten) weiter zulegen werden.
Die Ergebnisse der Debeka-Unternehmen im Einzelnen:
Debeka Krankenversicherungsverein a. G.:
2-Millionen-Marke an privaten Vollversicherten übersprungen / Fast 60 Prozent des Neuzugangs der Branche erreicht / Private Krankenversicherung unverzichtbar für Gesundheitswesen
In der Krankenversicherung übersprang der Marktführer unter den privaten Krankenversicherungen die 2-Millionen-Marke an privaten Vollversicherungen. Damit betreut die Debeka weit mehr privat Krankenversicherte als die in der Rangfolge zweit- und drittgrößten Versicherungsunternehmen zusammen. Im vergangen Jahr wurden 107.942 Krankheitskostenvollversicherungen abgeschlossen (18,3 Prozent). Der Bestand wuchs netto um 60.811 Versicherte (Vorjahr 48.052). Dies entspricht einem Anteil am Nettowachstum der 48 Krankenversicherer in Deutschland von fast 60 Prozent. Das bedeutet, dass die Debeka Kranken einmal mehr den höchsten Nettozuwachs der Branche für sich verbuchen konnte. Bei den Zusatzversicherungen erreichte das Unternehmen einen Nettoneuzugang von 133.155 Versicherungen und einen Bestand von 2,543 Millionen Verträgen.
Die Beitragseinnahmen des Krankenversicherungsvereins stiegen 2005 um 118,5 Millionen Euro bzw. 3,3 Prozent auf 3.747,4 Millionen Euro. Die Branche insgesamt erreichte demgegenüber einen leicht höheren Zuwachs von 3,4 Prozent. Allerdings ist ein Großteil dieser Steigerungen auf Beitragsanpassungen zurückzuführen. Bei der Debeka dagegen beruht das Wachstum fast ausschließlich auf neu abgeschlossenen Verträgen. Die Beitragseinnahmen aus der privaten Pflegepflichtversicherung - hier ist die Debeka Kranken der größte Träger - blieben mit 329,4 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau.
Die Versicherungsleistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr moderater um 4,0 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent) auf 2.437,2 Milliarden Euro. An Beitragsrückerstattung erhielten rund 432.000 Versicherte, die 2004 leistungsfrei geblieben waren, über 282 Millionen Euro zurück. Die Leistungsquote, der Gradmesser für die Leistungskraft einer privaten Krankenversicherung, belief sich auf 103,4 Prozent. Sie liegt seit 25 Jahren über 100 Prozent. Das bedeutet, dass die Debeka ihren Versicherten mehr Leistungen zur Verfügung stellt, als sie an Beiträgen einnimmt. Gründe dafür sind die mit unverändert 1,6 Prozent extrem niedrigen Verwaltungskosten sowie die hohe Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent).
Deutlich kritisiert der Vorstandsvorsitzende Pläne in Richtung einer Einheitszwangsversicherung und weist diese als falsch zurück. Die Menschen in Deutschland würden erfreulicherweise immer älter, erklärt Laue, dies sei die größte Herausforderung für das größtenteils umlagefinanzierte Gesundheitswesen. Wenn immer weniger junge Beitragszahler für immer mehr ältere Bürger und immer bessere Heilmethoden aufkommen müssten, würden die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen (GKK) unaufhaltsam steigen - ganz gleich, welche weiteren Personengruppen man in das System noch einbeziehen wolle. In der kapitalgedeckten privaten Krankenversicherung (PKV) sorge dagegen jeder für die im Alter steigenden Gesundheitsausgaben vor. Was man in der Altersversorgung erkannt und in richtiger Weise umgesetzt habe, sei für die Gesundheitsvorsorge genauso wichtig und richtig. Ferner könnten die finanziellen Probleme des Gesundheitswesen auch nicht gegen, sondern nur mit der PKV gelöst werden. Die PKV nutze allen, auch den gesetzlich Versicherten, unterstrich Laue. Ohne Privatversicherte wären schon heute viele Arztpraxen nicht mehr lebensfähig. Betroffen seien dann auch die Versicherten der GKK. Andere Aussagen weist Laue als Stimmungsmache gegen die PKV zurück.
Quelle: Pressemeldung Debeka-Gruppe
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