Betriebskindergarten Biberburg der EWE AG in Oldenburg bietet Raum zum Forschen und Experimentieren
Zudem kooperiert die Kita, die Anfang August 2008 eröffnet wurde, mit der Musikschule und der Universität Oldenburg. 47 Krippenplätze für unter Dreijährige erhalten eine Förderung durch das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung des Bundesfamilienministeriums aus Mitteln des europäischen Sozialfonds. Insgesamt wurden 90 Plätze für Kinder von zwei Monaten bis zwölf Jahren geschaffen.
Wie Strom entsteht und wozu man ihn braucht, erfahren die Mitarbeiterkinder des Energieversorgers EWE und dessen Tochterunternehmen ganz spielerisch: Vor ihrer neuen Betriebskindertagesstätte Biberburg in Oldenburg dreht sich ein kleines, aber funktionsfähiges Windrad und produziert Strom für ein angeschlossenes Waffeleisen. Ergänzt wird das Windrad durch eine kindgerechte Anzeigetafel, die schon den Kleinsten anschaulich vermitteln, wie viel Strom sie gerade verbrauchen. Auch die hauseigene Photovoltaikanlage ist mit einer kindgerecht gestalteten Anzeigetafel verbunden. Sie zeigt, wie viel Strom durch Sonne gewonnen wird.
Anfang August 2008 wurde die Biberburg in unmittelbarer Nähe des Hauptsitzes von zwei EWE-Tochterunternehmen eröffnet. Ein Neubau mit 3.600 Quadratmetern und Platz für insgesamt 90 Kinder, darunter 47 unter Dreijährige sowie fünf ältere Geschwister, deren Plätze durch das Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung des Bundesfamilienministeriums gefördert werden.
Die Idee, eine Betriebskita zu errichten, hatte der EWE-Vorstand. "Wir wollen unseren Mitarbeitern dabei helfen. Familie und Beruf leichter miteinander zu vereinbaren", sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker. In den vergangenen Jahren sei das Unternehmen stark gewachsen. Zu den insgesamt rund 4.700 Beschäftigten des EWE-Konzerns zählen viele junge Eltern. Auf die Idee folgte eine Bedarfanalyse. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren gefragt waren. "Ursprünglich hatten wir geplant, auch Kinder anderer Unternehmen in der Biberburg aufzunehmen", erklärt Brinker. "Doch im Laufe der Bauzeit der Kita wuchs der Bedarf im eigenen Unternehmen stetig weiter". So wurden schließlich die vorhandenen 90 Plätze in einem Auswahlverfahren ausschließlich an Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EWE-Konzerns vergeben.
Rund ein Jahr dauerte die Bauzeit. Für die laufenden Betriebsaugaben der Krippengruppen erhält das Unternehmen die Höchstfördersumme durch das Bundesfamilienministerium in Höhe von 12.000 Euro je Platz für die Dauer von zwei Jahren. "Die Förderung war für uns eine wichtige Unterstützung", sagt Brinker. Hierauf aufmerksam geworden war die Kita-Leiterin Ingrid Eilers-Bruns durch die Website des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie". Das Antragsverfahren sei sehr einfach abzuwickeln gewesen, es habe ein ständiger Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Servicestelle bestanden, so Eilers-Bruns. Für den Betrieb der Biberburg gründete das Energieunternehmen die Trägergesellschaft BIBER GmbH - eine hundertprozentige Tochter der EWE AG. 18 pädagogische Mitarbeiterinnen beschäftigt die BIBER GmbH, hinzukommen die Kita-Leiterin, eine Assistentin und Vertretungskräfte für Urlaub und Krankheit.
"Wir haben uns für die Gründung einer eigenen Trägergesellschaft entschieden, da wir so eigene Vorstellungen besser verwirklichen können", sagt Brinker. "Eine frühkindliche Förderung durch spielerisches Lernen steht bei uns im Vordergrund." Neben naturwissenschaftlichen sollen auch sportliche und musikalische Interessen der Kinder geweckt werden. Dazu arbeitet die Biberburg mit verschiedenen Einrichtungen wie der Universität Oldenburg und der Musikschule Oldenburg zusammen. In der Biberburg selbst entstanden neben den Gruppenräumen auch ein Kinderlabor, ein Atelier und ein Werkraum sowie eine kindgerechte Küche, in der die Jungen und Mädchen selbst kochen können.
Zu den weiteren Vorteilen der Biberburg zählen die flexiblen Öffnungszeiten, die ganz auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugeschnitten sind. So ist die Kita ganzjährig von 7 bis 18 Uhr geöffnet, auch während der Schulferien und nach Bedarf an Samstagen. Wird darüber hinaus eine Betreuung benötigt, sind auch individuelle Lösungen möglich. "In familienfreundliche Firmenpolitik zu investieren, zahlt sich aus", betont Brinker. "Denn dadurch können wir qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten."
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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