Arbeitsschutz auf der Airport-Baustelle BBI
Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hat gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg am 19. März 2009 einen Präventionsstützpunkt auf der Großbaustelle des Hauptstadt-Airport Berlin-Brandenburg International (BBI) eröffnet. Präventionsexperten und Arbeitsmediziner werden vom Stützpunkt aus bis zur Fertigstellung des Airports die Unternehmen in Sachen Arbeitsschutz beraten und Beschäftigte vor Ort untersuchen. Von dem Stützpunkt werden auch Unternehmen in der Region profitieren können.
Der Stützpunkt am Airport stellt deutschlandweit das erste praktische Projekt der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie dar. "Wir werden alle Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in enger Abstimmung miteinander umsetzen", erklärte Frank Seynsche, Vorstandsvorsitzender der BG BAU. Fachleute der BG BAU und der Landesbehörde für Arbeitsschutz werden gemeinsam mit Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren und Sicherheitsfachkräften der Unternehmen für den Arbeitsschutz sorgen. Im Untersuchungsmobil des Arbeitsmedizinischen Dienstes der BG BAU können Beschäftigte nach neuesten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen untersucht werden. Für die Betriebe entfallen damit teure Ausfallzeiten und Fahrtkosten, so Seynsche weiter.
Darüber hinaus sei der Sicherheitstechnische Dienst der BG BAU auf dem Stützpunkt präsent. Die Experten dieses Dienstes übernehmen die Aufgaben einer Sicherheitsfachkraft für kleinere und mittlere Betriebe. Außerdem bietet ein Schulungsmobil auf dem Stützpunkt Möglichkeiten zu audiovisuellen Schulungen für Versicherte und Unternehmer unter Leitung der Präventionsexperten. "Mit seinem umfassenden Service handelt es sich bei dem neuen Stützpunkt im Grunde um ein Präventions-Kompetenzzentrum", sagte Manfred Bandmann, Geschäftsführer der BG BAU. Dabei arbeiten unsere Fachleute nicht aus der Ferne, sondern sind direkt vor Ort vertreten und damit in der Lage, ganz unmittelbar zu beraten und falls nötig, auch einzugreifen.
"Eine Großbaustelle wie der Hauptstadt-Airport BBI ist eine logistische, technische und menschliche Herausforderung, auch für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz", sagte Dagmar Ziegler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg. Ein gemeinsames Vorgehen aller Verantwortlichen sei hier wichtiger denn je.
Die Landesbehörde für den Arbeitsschutz gemeinsam mit den Fachleuten der BG BAU sowie die Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinatoren des Airport-Investors und die Sicherheitsfachkräfte der Unternehmen würden koordiniert die enormen Aufgaben auf der Großbaustelle am besten lösen können, so die Ministerin weiter.
Auf einer Baufläche von 2.000 Fußballfeldern entsteht derzeit im Berliner Südosten der neue Hauptstadt-Airport Berlin Brandenburg International BBI. Zurzeit sind auf der Großbaustelle über 1.500 Bauarbeiter verschiedenster Fachrichtungen beschäftigt. Im Laufe des Jahres 2009 wird die Zahl der Bauarbeiter voraussichtlich auf rund 3.000 ansteigen. "Der Bau des Airports BBI ist das größte und wichtigste Zukunftsprojekt der deutschen Hauptstadtregion", sagte Manfred Körtgen, Geschäftsführer Technik/BBI der Berliner Flughäfen anlässlich der Eröffnung des Präventionsstützpunktes der BG BAU. "Am Flughafen gilt: Safety first. Dem Arbeitsschutz kommt bei der Größenordnung des Projekts eine herausragende Bedeutung bei. Wir freuen uns, mit der BG BAU einen starken Partner gefunden zu haben, der unseren Baufirmen in allen Fragen des Arbeitsschutzes mit Rat und Tat zur Seite stehen wird."
Mit 21,4 Mio. ist Berlin derzeit nach Frankfurt und München der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Mit Fertigstellung des BBI wird ab Beginn des Winterflugplans 2011/2012 der gesamte Flugverkehr der deutschen Hauptstadtregion auf dem BBI gebündelt.
Quelle: Pressemeldung BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
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