20 Jahre Diakoniewerkstatt bei Freudenberg

03.12.2008 | Weinheim
Zahl der Arbeitsplätze für Mitarbeiter in der Behindertenwerkstatt um mehr als 200 Prozent gestiegen

Autoinnenfilter montieren, Vileda-Schwämme und Simmerringe verpacken - die Arbeiten der Menschen mit Behinderungen in der Diakoniewerkstatt Rhein Neckar sind vielseitig und abwechslungsreich. In diesem Jahr feiern die derzeit etwa 100 Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen und 20 Betreuer das 20-jährige Jubiläum der Diakoniewerkstatt bei Freudenberg. Im Startjahr 1988 waren rund 30 Mitarbeiter in der Behindertenwerkstatt tätig. In zwei Jahrzehnten stieg die Zahl der Beschäftigten mit Handicaps in der Diakoniewerkstatt um mehr als 200 Prozent. Die Arbeit der Menschen in der Außenstelle Freudenberg wird zum überwiegenden Teil durch Aufträge aus der Unternehmensgruppe gesichert.

Freudenberg unterstützte Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen schon seit dem Zweiten Weltkrieg. Die damalige Hilfe richtete sich hauptsächlich an Schwerkriegsverletzte, die verschiedene Arbeiten in Sozialräumen geleistet haben. 1948 gründete die Firma Carl Freudenberg eine Behindertenwerkstatt zur Bearbeitung von Simmerringen in der Nähe von Schweinfurt. Die erste Werkstatt für Menschen mit Behinderung auf dem Freudenberg-Gelände wurde 1988 von der Diakoniewerkstatt im Werk im Müllheimer Tal errichtet. Im Industriepark Weinheim befindet sich die Werkstatt seit dem Jahr 1995.

"Die Arbeit hier und der Kontakt zu meinen Kollegen machen mir sehr viel Spaß", so Christian Berg, Diakoniewerkstatt-Mitarbeiter mit Behinderung. "Die Qualität unserer Arbeit ist dabei sehr wichtig. Wir müssen gewährleisten, dass alles stimmt." Die Kundenorientierung wird bei den Werkstätten groß geschrieben. Die Beschäftigten bieten ihre Dienstleistungen nicht nur für die Unternehmensgruppe Freudenberg an, sondern auch für externe Firmen. "Wir verstehen uns als Partner der Wirtschaft und sichern eine qualitäts- und termingerechte Ausführung der Aufträge zu", erklärt Andreas Gußmann, Abteilungsleiter der Werkstatt Weinheim auf dem Freudenberg Gelände.

Jeder neu aufgenommene Mitarbeiter mit Behinderung durchläuft in der Regel in den ersten 12-27 Monaten seiner Zugehörigkeit zur Werkstatt ein Arbeitstraining. Ziel dieses Trainings ist es, die Eingliederungsmöglichkeiten in das Arbeitsleben zu fördern. Auch Beschäftigte von Freudenberg profitieren in ihrer persönlichen Entwicklung von diesen Bedingungen.

Das Arbeitsleben der Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen miterleben, kann jeder Auszubildende bei Freudenberg ab dem zweiten Ausbildungsjahr für jeweils einen Monat. Zurzeit ist Philipp Schmitt, Elektroniker für Betriebstechnik, in der Diakoniewerkstatt. "Ich wollte dieses Angebot nutzen mit behinderten Menschen zusammenzuarbeiten. Bis jetzt habe ich das nicht gekannt", erzählt Schmitt. "Die Arbeit hier bereichert mich enorm."

Über die Diakoniewerkstätten Rhein Neckar

Die Diakoniewerkstätten Rhein Neckar sind Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation behinderter Menschen. Die Werkstätten bieten den Personen, die wegen Art und Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz und Gelegenheit zur Ausübung einer geeigneten Tätigkeit.

Quelle: Pressemeldung Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft

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